5 Fettnäpfchen für junge Musiker

Wenn man sich heutzutage als Künstler entpuppt und beginnt sich zu präsentieren, fängt man in aller Regel klein an. Ob man Unterstützung von einem Label, Management oder Freunden hat, oder ob man dabei auf sich gestellt ist, sei mal dahingestellt. Es gibt einige Fehler, die man machen kann und Fettnäpfchen, die auf dem Weg liegen. Wir fangen alle bei null an. Und um Menschen zu erreichen und Fans aufzubauen, bedarf es einiger Arbeit. Auf meinem Weg als unabhängige Künstlerin sowie durch die Arbeit als Bloggerin, die aufmerksam forscht und beobachtet, sind mir folgende „Anfängerfehler“ aufgefallen, die man besser vermeiden sollte, wenn man denn darüber Bescheid wüsste. Da ich in manche selber getappt bin, wär ich natürlich froh gewesen, wenn mich jemand vorgewarnt hätte. Deshalb habe ich mal meine Tipps notiert und hoffe, dass ich dir hiermit ein paar Fettnäpfchen ersparen kann.

5 Fettnäpfchen für junge Musiker

1.) Lass dich nicht feiern!

Wenn du am Anfang stehst, dann „reiß dir den Allerwertesten auf“. Warten, sich zurücklehnen und feiern lassen, wenn du noch Nichts erreicht hast, ist absolut kontraproduktiv! Sei dankbar für jede Unterstützung und verabschiede dich von dem Gedanken, dass dir die Welt einfach so zu Füßen liegen wird. Es passiert nichts von allein! Du musst etwas dafür tun! Da gibt es unzählige tolle Künstler, neben denen du erst einmal auffallen musst. Wenn du mit deiner Musik einen Teil zur Szene beitragen kannst und auch angenommen wirst, dann bleib weiter dran, sei dankbar und zeige dich erkenntlich. Dein Verhalten wird ein Teil deines Images sein. Überlege vorher, wie du wahrgenommen werden willst. Manchen Künstlern eilte ihr schwieriges Image voraus und gestaltete den weiteren Weg ebenso schwierig.

2.) Deine Zeit ist nicht wichtiger!

Wenn du Termine hast, egal ob mit der Presse oder anderen Menschen, die dich unterstützen wollen, dann sei pünktlich und lass sie nicht warten! Deine Zeit ist nicht wertvoller oder wichtiger, als die Zeit der anderen Menschen. Niemand verdient es, versetzt zu werden. Und nicht jeder ist gnädig und wartet eine halbe Stunde, weil der Künstler seine Terminplanung nicht auf die Kette bekommt. Der erste Eindruck zählt, also bemüh dich!

3.) Sei nicht überheblich!

Nur weil sich eine Handvoll Leute für dich interessieren, musst du nicht gleich abheben und jedem anderen den Mittelfinger zeigen. Geh erst einmal deinen Weg. Du lernst dabei, mit Kritik umzugehen und auch sogenannte „Hater“ zu tolerieren. Es ist nicht immer schlecht, wenn die Leute über dich reden.

4.) Lass Taten sprechen!

Mach keine Ankündigungen, die noch nicht spruchreif sind und auf die du keinen Einfluss hast. Lass den Erfolg für sich sprechen. Rede nicht über eventuelle Gelegenheiten, die sich vermutlich ergeben werden, sondern präsentiere Resultate. Auch Auftritte sollten erst angekündigt werden, wenn vertraglich alles fest ist. Andernfalls wirst du schnell als „Schaumschläger“ gesehen und verlierst deine Glaubwürdigkeit. Ebenso anstehende Presseartikel solltest du erst öffentlich ankündigen, wenn du eine offizielle Bestätigung dazu hast oder der Beitrag bereits veröffentlicht ist. Wär doch schade, wenn du z.B. einen Zeitungsartikel für übermorgen anteaserst, der dann doch erst eine Woche später erscheint oder gar nicht.

5.) Sei selbst aktiv!

Als Künstler muss man sich seine Fans erst erarbeiten. Es gibt unterschiedliche Wege und Plattformen dafür. Je nach Zielgruppe findest du deine potenziellen Fans online oder auch offline z.B. bei Konzerten.Wenn du der Meinung bist, du wirst nur durch live spielen bekannter, dann spiele auch so viel live, wie du nur kannst. Wenn du glaubst, dass sich deine Zielgruppe online finden lässt, dann werde aktiv auf deinen Social Media Kanälen. Auch da muss man sich ins Zeug legen, um Leute zu überzeugen. Kommentiere, poste, veröffentlichte guten Content, like auch mal zurück und glaube nicht, dass diese Beziehung auf Dauer einseitig funktioniert. Das tut sie erst, wenn du einen gewissen Status erreicht hast – bis dahin hast du es einfach nötig, selbst aktiv zu sein. Also behandle deine Supporter und Fans wie gute Freunde.

Fazit:

Es gibt wahrlich noch ein paar mehr „beliebte“ Fettnäpfchen, in die man als frischgebackener Künstler tappen kann. Diese Tipps sollen dir ein wenig Halt geben, damit du den Boden unter den Füßen nicht verlierst, bevor du deinen ersten großen Erfolg gemeistert hast. Bist du auch schon in solche Fettnäpfchen getreten? Oder fallen dir dazu noch gute Beispiele ein? Schreib doch gern hier unten einen Kommentar und warne deine Kollegen. Ich freue mich, dass du auf musifiziert.de vorbeigeschaut hast. Bis bald.

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