7 Tipps: Was hilft beim Songwriting?

Immer mal wieder stolpere ich über ein paar weitere Tipps, die beim Songwriting weiterhelfen. Deshalb gibt es jetzt eine kleine Fortsetzung zum letzten Songwriting-Artikel „7 nützliche Tools für Songwriter“. Heute habe ich (zufällig) wieder 7 allgemeine Tipps, die helfen können, wenn man einen Song schreiben möchte.

Jamsessions & Improvisation

Wenn es mal wieder an Input fehlt und man sich gern dem Improvisieren widmen möchte, was ja nah an das Songwriting grenzt, dann empfiehlt es sich, mal wieder eine Jamsession einzulegen. Am besten mit anderen Leuten, die Spaß an der Musik haben und die Session als zwanglos und ohne Erwartungen sehen. Wo man vielleicht auch mal andere Instrumente probieren kann und einfach mal schauen kann, was so geht. Es geht wieder darum, mal „loszulassen“ und einfach miteinander Musik zu machen und dabei ohne Druck auf neue Ideen und Impulse zu stoßen.

Quintenzirkel

Tipps zum Songwriting

Ein kleines, aber hilfreiches Tool zum Songwriting ist eine sogenannte Quintenzirkel-Drehscheibe. Diese gibt es auch für verschiedene Instrumente. Ich habe mir dieses Hilfsmittel auch erst vor Kurzem zugelegt. Bisher schrieb ich meine Songs mehr nach dem Bauchgefühl und mit einem beinah zufälligen Harmonieverständnis. – Also viel nach Gehör. Auf der Drehscheibe jedoch sieht man auf einem Blick, welche Akkorde zueinanderpassen und in einem Song gut miteinander harmonieren würden. Kann man haben, muss man aber nicht!

Zeitdruck beim Songwriting

Ich weiß, oben bei dem Tipp mit der Jamsession habe ich noch geschrieben, dass man so ganz ohne Druck und Erwartung beim Jammen zu neuen Ideen kommt, was beim Songschreiben helfen kann. Mir hilft es jedoch auch manchmal, wenn ich einen Songauftrag habe und der Termin der Abgabe langsam naht. Somit bin ich unter Zeitdruck und muss abliefern. Und besonders beim Texten hilft mir das oft sehr gut weiter, endlich etwas zustande zu bringen. Bei der Melodiefindung hingegen bin ich froh, wenn ich Zeit zum Überarbeiten habe und nicht unter Druck stehe.

Musik hören

Manchmal entstehen auch tolle Ideen, wenn man selber einfach Musik hört und einen Teil aus einem Song gut findet. Sei es nur ein Sound, ein Beatpart oder eine Idee für ein Thema. Man kann sich hinsetzen und versuchen einen Sound oder gar einen kompletten Song nachzubasteln oder umzudichten. Wenn man dann nah am Original ist, sollten entsprechend grobe Änderungen natürlich noch durchgeführt werden, um nicht in Verdacht des Kopierens zu geraten. Denn immerhin respektieren wir die Urheber und wollen uns ja auch nicht mit fremden Federn schmücken. Doch um zu erforschen, wieso bestimmte Songs (gerade auch die Instrumentale) eine spezielle Wirkung auf den Hörer haben, sollte man verstehen, wie diese Stücke gemacht sind und sich (zum Beispiel über Tutorials) über die kleinen, aber feinen Details informieren.

Songerkennungs-App

Ich schreibe einen Song, und ohne, dass es beabsichtigt ist, denk ich so: „Oh je, die Melodie kommt mir doch sehr bekannt vor.“ Nicht nur einmal hat mich das selber sehr zweifeln lassen. Sicher wird ein Hit nicht ein zweites Mal geschrieben. Und ja, es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Tönen. Doch wie peinlich wäre es denn bitte, wenn man stolz einen Song veröffentlicht und die Hauptmelodie darin entlarvt sich als eine, die schon aus einem anderen Song bekannt ist? – Selber bin ich vielleicht nicht darauf gekommen, als ich verzweifelt überlegt habe, woher ich die Melodie denn kennen könnte. – Gruselige Vorstellung!!! Da kann eine Songerkennungs-App manchmal weiterhelfen. (Oder ein Kumpel, der ein wandelndes Songlexikon ist.) Am besten nutzt man eine App, bei der man die Melodie ansingen, summen oder pfeifen kann und die damit nach passenden Songs sucht. Ich habe da zum Beispiel mit der App „Soundhound“ bereits einige Treffer gelandet und konnte meine Melodien somit ggf. noch nachbessern.

Das richtige Thema

Speziell, wenn man einen Songtext schreibt, beschäftigt man sich in der Regel mit Themen, die einem selber besonders wichtig sind. Es spielen nicht nur die derzeitige Situation und die eigene Gefühlswelt eine Rolle, sondern auch die eigenen Interessen. Wenn man also unbedingt einen Song schreiben will, aber gerade nicht weiß, worum es bei dem Song gehen soll, dann hilft es weiter, sich einige Fragen zu stellen: (z.Bsp.) Was bedrückt mich gerade? Was möchte ich der Welt unbedingt mitteilen (auch wenn es vielleicht nicht „direkt“ ist)? Welche Themen interessieren mich? Was mag ich? (Oder – negative Form: Was mag ich nicht?) Was schätze oder liebe ich an einer bestimmten Person? Würde ich ein Bild aus meinen Gefühlen malen, in welchen Farben würde ich malen? – Also wie kann ich mein Innenleben bildhaft beschreiben?

Das Beherrschen eines Instruments

Was sicher die meisten der interviewten Musiker aus der Rubrik „nachgefragt“ bestätigen können, ist, dass es von großem Vorteil ist, wenn man ein Instrument beherrscht. Ein Harmonieinstrument hilft beim Songwriting sicher noch mehr, als ein Schlaginstrument. Man muss dabei gar nicht perfekt sein, ein paar Grundkenntnisse reichen oftmals schon aus. Auch wenn man eher Anfänger ist, ist es hilfreich, wenn man die Noten bzw. Töne auf der Klaviertastatur kennt, ein paar Akkorde weiß und greifen kann und schon mal was von Taktarten gehört hat. Sicher geht es auch ohne das alles, auf gut Glück und nach Gehör – frei nach dem Motto: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Doch will man nicht auf den Zufall hoffen und sich nicht fühlen, als seien einem die Hände gebunden, wenn man an seinem Instrument sitzt, sollte man gegebenenfalls über einen Kurs oder Unterricht nachdenken. Sobald man das Instrument besser spielen kann, kommen auch weiter Ideen beim Komponieren.

Was sind Deine Tipps?

Das waren nun weitere 7 Tipps, die beim Songwriting weiterhelfen können. Einige helfen dabei mehr beim Texten, andere sind eher für das Komponieren hilfreich. Vielleicht hast Du noch ein paar weitere Tipps, dann schreib sie gern in die Kommentare. Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit und dass Du wieder auf musifiziert.de vorbeigeschaut hast. Bis bald.

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