Über „Erfolg durch Geld“ und die Alternativen

Man kann es nicht abstreiten, Geld macht nicht nur das Leben leichter und angenehmer, sondern hilft zudem Künstlern und Musikern vorwärtszukommen. Wer es sich leisten kann, geht in ein gutes Tonstudio, lässt sich coole Musikvideos erstellen, kann durch mehr Werbung auf sich aufmerksam machen und sich durch Promotionmaßnahmen leichter ins Radio oder Fernsehen bringen. Längst zählt nicht mehr nur, wer gute Musik macht. Das kann man beobachten! Mit ausreichend Schotter kannst du sogar die Aufmerksamkeit auf dich ziehen, selbst wenn du nicht gerade der „Vorzeigemusiker“ bist. Welche Möglichkeiten gibt es aber, wenn man nicht mit ausreichend Geld gesegnet ist?

Erfolg durch Geld

Erfolg durch Geld?

Hast du auch schon bemerkt, dass offenbar Künstler / Bands mit viel Geld auch besser vorankommen, selbst wenn sie nicht besonders gut sind? Bringt Geld also den Erfolg? Nicht, dass es erstrebenswert wär, sich Erfolg zu erkaufen – aber mit Geld kommt man (leider) oftmals viel schneller voran. Denn man kann es sich leisten, Profis zu beauftragen. Und alle, die irgendwas aus dir und deiner Musik machen können, freuen sich mit Sicherheit, mit dir zusammenzuarbeiten und dich zu pushen. Denn sie verdienen ja ganz gut an deinem großen Traum mit. Jedes „Unter-der-Dusche-Talent“ kann mit dem nötigen Kleingeld heutzutage ins Studio gehen, um sich mal wie eine Helene Fischer oder ein Justin Bieber zu fühlen. Mit den richtigen Programmen und Effekten klingen am Ende sogar die schiefen Töne toll. Also warum denn auch nicht…!? – Frei nach dem Motto „Wer hat, der kann!“

Kein Geld für Aufnahmen im Tonstudio?

Na gut, das ist für alle anderen schon ziemlich deprimierend, denn nicht jeder von uns, hat genug Geld, um sich einen Besuch im Tonstudio zu leisten und Profis zu engagieren. Manch einer hat sich dafür vielleicht eher über viele Jahre brauchbares Homerecordingequipment zusammengespart und sich selber in die Materie eingearbeitet. Im Verhältnis kommt man damit auf Dauer recht günstig hin und erarbeitet sich nebenbei auch seinen eigenen Sound. Dass man im Profi-Tonstudio für eine einzelne Produktion gegebenenfalls mehr zahlt, als für ein komplettes Homestudio, hat natürlich auch mit der Erfahrung und der Kompetenz des Produzenten zu tun. Denn das ist ja neben der optimalen Aufnahmeumgebung und der guten Technik das entscheidende Kriterium für ein Profi-Tonstudio.

Brauch man den Profi wirklich?

Es kommt natürlich wieder auf die Zwecke an. Was will man mit den Aufnahmen letztlich machen und wie schnell soll es gehen? Soll es eine Demoaufnahme werden, weil man sich z.B. bei einem Label bewerben will? Oder soll es eine Produktion einer CD werden? Oder hat man ganz andere Sachen damit vor…? Mit gut gemachten Homerecordingproduktionen kann man ja auch schon viel erreichen. Manche unterscheiden sich kaum noch von Aufnahmen aus einem professionellen Tonstudio. Am Ende zählt dann der Feinschliff.

Woher bekommt man nun das Geld?

Schön und gut. Sparen würde wahrscheinlich Jahre dauern. Aber was, wenn man doch recht bald, relativ viel Geld für eine Produktion im Tonstudio oder für Heimstudio-Equipment benötigt, aber selber nicht so viel aufbringen kann? Dann muss anderweitig Geld her. Dazu kann man zunächst folgende Fragen im Kopf durchspielen: Gibt es jemanden im Bekanntenkreis oder in der Familie, der dir so viel Geld leihen könnte? Oder kommt gar ein Kredit infrage? Kannst du vielleicht auf Raten zahlen? Vielleicht gibt es auch eine Person oder ein Unternehmen, dass dich sponsern würde? Würden dich vielleicht sogar deine Fans unterstützen?

Was ist mit Crowdfunding?

Falls du bereits eine „ausreichend große“ Fanbase hast, ist auch über eine Crowdfundingaktion nachzudenken. Es gibt diesbezüglich verschiedene Plattformen, die du dafür nutzen kannst. Beim Crowdfunding zahlen viele unterschiedliche Menschen unterschiedlich hohe Beträge, um dein Vorhaben zu unterstützen. Jeder, was er kann und möchte. Im Gegenzug bekommen die Unterstützer eine Gegenleistung.

Zum Beispiel erhalten alle, die einen Betrag von 10 Euro „gespendet“ haben, eine der zukünftigen CDs. Bei einem Betrag von 200 Euro könnte es ein persönliches Wohnzimmerkonzert geben oder einen eigens komponierten Song von dir. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Du bestimmst, was deine Unterstützer von dir bekommen sollen. Überlege dir einfach unterschiedliche Beträge, die man auswählen kann und was du als Gegenleistung dafür anbieten möchtest.

Welche Crowdfunding Plattformen gibt es?

Ich habe mal recherchiert und ein paar Seiten gefunden, auf denen man solche Aktionen starten kann. Es empfiehlt sich, in jedem Fall, die entsprechenden Bedingungen vorher zu checken. Für die verlinkten Seiten und deren Inhalte übernehme ich keine Haftung. Es besteht meinerseits keine Zusammenarbeit mit einer der Plattformen.

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Deine Erfahrungen?

Hast du bereits eine Crowdfunding Kampagne gestartet? Wie sind deine persönlichen Erfahrungen dazu gewesen? Bist du eher regional, national oder international bekannt und wie groß ist deine Fanbase beim Starten der Aktion gewesen? Würdest du Crowdfunding auch anderen Künstlern und Musikern empfehlen? Da ich selber auch mit dem Gedanken spiele, so etwas mal zu versuchen und selber noch keine Erfahrungen in der Richtung gemacht habe, bin ich sehr gespannt, was andere Musiker in dem Bereich für Erfahrungen gemacht haben. Danke, dass du auf musifiziert.de vorbeigeschaut hast. Bis bald.

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