Nachgefragt bei BLIXT

Er ist Singer/Songwriter und Gitarrist, tritt unter dem Namen BLIXT auf und bereichert die Deutsch Rock/Pop- Ecke. In Eigenregie produzierte er zusammen mit einem Produzenten das Soloalbum „Wacht auf und seht“. Vorher sammelte er zwar in verschiedenen Bands ebenfalls seine Erfahrungen, eine Band sieht er jedoch auch als Kompromiss mit Vor- und Nachteilen. Letztendlich geht es um die eigenen Songs, die alle Beteiligten verstehen sollten. Was ihm beim Musikmachen außerdem wichtig ist, erfahren wir im Interview. Zu seiner Musik gibt er sich geheimnisvoll:

„Ich will nicht teasern, hört´s euch an.“

BLIXT

© Foto: Sebastian Friedrich

10 + 1 Fragen an BLIXT

1.) Seit wann bist Du musifiziert?

BLIXT: „Ich glaube, man kommt schon musifiziert auf die Welt. Welcher Musikrichtung man dann nachgeht, ob Rock, ob Rap, ob Schlager oder Klassik, da wird man beeinflusst von seinem Umfeld, aber die Liebe zur Musik, die ist von Anfang und hoffentlich auch bis zum Ende an da.“

2.) Womit fängst Du beim Songwriting an?

BLIXT: „Da gibt es keine Regeln, das passiert wahllos und nicht linear. Mal hat man eine interessante Textpassage, mal eine in Kauderwelsch gesungene Phrasierung, mal spielt man auf dem Klavier oder der Gitarre vor sich hin und probiert ein wenig aus, mal hat man nur die Rhythmik und sonst nichts und aus allem kann etwas entstehen, was extrem reizvoll und spannend ist. Deswegen wird Musik auch niemals eintönig und vorhersehbar werden, wenn man sich Mühe gibt und nicht immer nach einem Schema arbeitet.“

3.) Wie ist Dein erstes bzw. letztes Album entstanden?

BLIXT: „Als ich noch in einer Band war, da war sowohl das Songschreiben als auch die Richtung, in die man gehen wollte, ein ständiger Kompromiss, was seine Vor- und Nachteile hat. Der Vorteil ist: die Musik kann noch unvorhersehbarer klingen, als man es sich selber erdacht hat, verschiedene Einflüsse können ein Projekt noch spannender und vielfältiger machen. Es kann aber auch genau in die andere Richtung gehen, dass Kompromisse dazu führen, dass die besten Einflüsse beschnitten werden und heraus kommt nur ein Haufen Mist. Eine Band ist ein fragiles Konstrukt und je besser die Personen untereinander harmonieren, desto gefestigter wird eine Band, umso authentischer wird die Musik. Mein erstes Solo-Album habe ich zu Hause komplett in Eigenregie aufgenommen. An meiner Seite war lediglich mein Produzent. Die Zusammenarbeit war großartig, er hat versucht die Lieder zu verstehen und nicht versucht, sie zu verändern.“

4.) Mit welchen Programmen arbeitest Du & womit nimmst Du auf?

BLIXT: „Ich arbeite seit 2-3 Jahren mit Logic X und bin sehr zufrieden. Mein Mixer arbeitet jedoch mit Digital Performer, was hin und wieder zu handfesten Auseinandersetzungen führt… am Ende des Tages liegen wir uns aber wieder brüderlich in den Armen, das ist eine Glaubensfrage.“ 😉

5.) Was tust Du, um Leute auf Deine Werke aufmerksam zu machen?

BLIXT: „Gute Frage, an denen sich die Geister scheiden. An Social Media kommt leider Gottes niemand mehr vorbei, das ist auch nicht wirklich meine Stärke, zum Glück habe ich da Unterstützung und brauche das nicht alles selber zu machen. Letztlich ist die beste Eigenwerbung spielen spielen spielen.“

6.) Um welche Aufgaben kümmerst Du Dich noch selber und was übernehmen Deine Kollegen oder ggf. professionelle Partner?

BLIXT: „Im Grunde genommen mache ich zum Großteil noch alles selber und bei professionellen Partnern muss man auch aufpassen, dass man nicht zu viel von „sich“ abgibt, denn dann kann es schnell in eine Richtung gehen, in die man gegebenenfalls nicht möchte. Ich habe das große Glück, in meinem Freundeskreis einen großen Pool an Menschen zu haben, die mir mit ihrer Expertise helfen, sowohl was das Kreative angeht, als auch den ganzen bürokratischen Kram. Somit habe ich nach wie vor Einfluss auf alles und weiß genau, welche Schritte gerade getätigt werden.“

7.) Dein bisher schönstes Musiker-Erlebnis oder Dein größter Erfolg:

BLIXT: „Erfolg ist für mich die eigene Zufriedenheit, unabhängig davon, wie oft Platten von mir gekauft oder gedownloaded werden, unabhängig davon ob 10, 100 oder 1000 Leute zu meinen Konzerten kommen. Wenn man mit dem, was man macht, im Reinen ist, dann ist man erfolgreich.“

8.) In wie vielen Bands / Musikprojekten hast Du bisher mitgewirkt?

BLIXT: „Vor meiner Solokarriere habe ich in 2 Bands gespielt „fretix“ und „MalWegen“. Jeweils Bands und Projekte mit Freunden und meinen Brüdern. Dazu habe ich noch in ein paar anderen Projekten mitgewirkt und Songwriting betrieben für andere Künstler.“

9.) Hast Du eine musikalische Ausbildung genossen? Wenn ja, welche?

BLIXT: „Nein, ich bin Autodidakt.“

10.) Welchen Tipp hast Du für junge Musiker und Bands?

BLIXT: „Ich bin ein Gegner von Tipps und Teaser, niemand will doch jetzt schon wissen, wie die letzte Staffel von Game of Thrones ausgeht. Eigene Musik = eigene Erfahrungen. Jedoch Fleiß und Durchhaltevermögen sowie gute Musik klingen nach einem richtigen Rezept.“

Frage +1 Was wolltest Du schon immer mal von anderen Musikern wissen?

BLIXT: „Wie schaffen es andere Musiker live 4-5 Bier zu trinken, ohne eine Pinkelpause einlegen zu müssen?? Ich für meinen Teil verzichte auf jegliche abführende Substanzen während des Auftrittes.“

Vielen Dank für das Interview an BLIXT. Musik, Neuigkeiten und weitere Infos gibt es unter folgenden Links.

Weblinks:
Blixt – Wacht auf und seht (Album auf Spotify)
Facebook: www.facebook.com/blixtmusik

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