Nachgefragt beim Wiggal von Zwoastoa

Da Wiggal ist Sänger bei Zwoastoa, dem Münchner Gstanzl-Sound-Orchestra. Zwoastoa feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Bühnenjubiläum. Angefangen hat alles als Duett mit Axel Stoßberger, unterstützt durch Playback Tracks. Mit der Entscheidung, eine Band aufzubauen, hielten sie allerdings am gezielten Einsatz von Playbacks fest, was den Mix aus traditionellen Instrumenten und Anlehnungen an EDM ermöglicht. Oder anders ausgedrückt:

„Ska trifft auf Balkan, Reggae auf Elektro, Stromgitarre auf Akkordeon, Synthesizer auf Djembe – und ois zamm trifft auf bairisch-anarchisches Hirngespinst.“

Da Wiggal von Zwoastoa

© Foto: Manfred Marquard

10 + 1 Fragen an Wiggal von Zwoastoa

1. Seit wann bist Du musifiziert?

Da Wiggal: „Musifiziert wurde ich bereits in früher Kindheit. Mein Vater hatte eine riesige Rock und Soul Plattensammlung von den Stones zu Bob Dylan, Santana und Hendrix und vielen mehr. Mit dem Musikmachen habe ich erst nach der Schulzeit angefangen, nachdem ich mir von meinem Lehrlingsgehalt mein erstes Schlagzeug zusammengespart hatte.“

2. Womit fängst Du beim Songwriting an?

Da Wiggal: „Da gibt es keine feste Vorgehensweise. Mal entsteht zuerst ein Text oder eine Text Idee, woraus sich in meinem Kopf oft schnell eine Melodie verfestigt. Dann geistert zuerst eine Melodie als Ohrwurm durch den Kopf und der Text gesellt sich hinterher dazu. In der Melodie liegt in der Regel auch bereits der Beat gebettet und muss nur geweckt werden. Für welche Band meine Songs dann eingesetzt werden, entscheidet sich auch eher spontan, ich schreibe nicht gezielt für die eine oder andere, sondern lasse meinen Ideen freien Lauf.“

3. Wie ist Dein erstes bzw. letztes Album entstanden?

Da Wiggal: „Unser Album „Woidrand“ (erschienen im Mai 2016) ist hauptsächlich im cellar X studio unseres Keyboarders, Sängers und Produzenten Axel Stoßberger aufgenommen worden, was eine sehr entspannte Aufnahmesituation erzeugt hat. Teilweise haben die Bandmitglieder aber auch bei sich zu Hause aufgenommen und so ihre Spuren beigesteuert. Gemischt wurde dann von Frenzy Erl im Highline Tonstudio, für das Mastering war GKG Mastering in Freising zuständig.“

4. Mit welchen Programmen arbeitest Du & womit nimmst Du auf?

Da Wiggal: „Wir arbeiten mit Cubase von Steinberg auf unterschiedlichen Plattformen. Die meisten von uns sind mit Cubase auf dem Atari groß geworden und nie davon weggekommen.“

5. Was tust Du, um Leute auf Deine Werke aufmerksam zu machen?

Da Wiggal: „Spielen, spielen, spielen! Trotz aller sozialer Medien, Video Plattformen und Internet lassen sich die meisten Leute am ehesten in einer Live Situation für Neues begeistern. Dennoch sind wir natürlich auch auf den üblichen Kanälen wie Facebook, Soundcloud und YouTube vertreten. Was hier sehr gut funktioniert ist die direkte Interaktion mit Followern über unsere Merchandise Artikel. Wir erhalten regelmäßig Fotos von Orten mit unserem „Pickerl“ oder unserem „Du-mi-A“-Shirt, die wir dann veröffentlichen. Und selbstverständlich Video Inhalte. Musikvideos zu unseren Songs wie auch Konzertankündigungen gehören heute einfach dazu. Beim Videodreh zu „Woidrand“ haben wir per Aufruf über Facebook Statisten gesucht. Gemeinsam hatten wir eine Menge Spaß und einen wunderschönen Tag am Waldrand erlebt.“

6. Um welche Aufgaben kümmerst Du Dich noch selber und was übernehmen Deine Kollegen oder ggf. professionelle Partner?

Da Wiggal: „Wir haben keine strikte, aber schon eine gewisse Aufteilung innerhalb der Band, nicht jeder kann oder möchte sich in bestimmten Bereichen engagieren und das meiste machen wir in der Tat selber. Je nach Größe des Konzerts oder Festivals haben wir jedoch unseren eigenen FOH Mischer dabei und jemanden für den Merchandise Stand. Mit dem Label BSC Music GmbH in München arbeiten wir bereits seit Anfang an zusammen, der Vertrieb läuft über Rough Trade. Über einen Booker, der uns mit in sein Portfolio aufnehmen möchte, würden wir uns sehr freuen, denn dieser Teil nimmt wirklich sehr viel Zeit in Anspruch und vieles läuft hier nur über Beziehungen.“

7. Dein bisher schönstes Musiker-Erlebnis oder Dein größter Erfolg:

Da Wiggal: „Da ich seit über 30 Jahren auf der Bühne aktiv bin, wäre es unangemessen ein einziges Erlebnis hervorzuheben. Das schönste „Musiker-Erlebnis“ ist es aber immer, wenn man unmittelbar spürt, dass man Menschen Freude vermitteln kann. Und diese Freude der Menschen ist zugleich auch der größte Erfolg.“

8. In wie vielen Bands / Musikprojekten hast Du bisher mitgewirkt?

Da Wiggal: „Das sind bestimmt über ein Dutzend Bands. Aktuell sind es drei, wobei ich hier auch unterschiedliche Rollen habe. Während ich bei Zwoastoa als Sänger ganz vorne stehe, sitze ich bei meiner Punk Band am Schlagzeug.“

9. Hast Du eine musikalische Ausbildung genossen? Wenn ja, welche?

Da Wiggal: „Ich bin ein reiner Autodidakt. Inspiration und Tipps hole ich mir gerne beim gemeinsamen Musizieren mit Musikern in und aus der ganzen Welt.“

10. Welchen Tipp hast Du für junge Musiker und Bands?

Da Wiggal: „Bleibt authentisch! Für viele von uns ist und bleibt die Musik ein aufwendiges Hobby, daher sollte man sich dafür aber nicht verbiegen, sondern jede Menge Spaß haben.“

Frage +1 Was wolltest Du schon immer mal von anderen Musikern wissen?

Da Wiggal: „Wie strikt teilt ihr Probe-, und Songwriting Phasen in eurem Bandalltag? Wir stehen immer wieder vor dem Punkt, dass wir neue Songs machen und die natürlich auch schnell und bald auf die Bühne bringen wollen. Wenn dann die neue CD rauskommt, ist dieser Song aber nicht mehr „neu“. Wartet ihr mit dem Spielen von Songs bis zur CD oder probiert ihr sie vorher live aus?“

Vielen Dank für das Interview an Wiggal von Zwoastoa. Weitere Fakten, Musik und News findest Du online unter folgenden Links.

Weblinks:

http://www.zwoastoa.de

https://soundcloud.com/zwoastoa

https://www.facebook.com/Zwoastoa-65165866246

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