Nachgefragt bei Micha von Waldgeist

Heute geht es um Sänger Micha von Waldgeist, einem Liedermacher-Projekt mit Einflüssen aus ganz verschiedenen Musikrichtungen wie z.B. Jazz, Klassik, Hip-Hop, Punk, Reggae und Ska. Zusammen mit seinen beiden Kollegen hat er 2017 das Album „Hexenwerk“ veröffentlicht und macht nun mit ihnen die Bühnen des Landes unsicher. Er gibt uns einige Einblicke hinter die Kulissen. Außerdem erfahren wir von ihm, was sein schönstes Musiker-Erlebnis war und wie es ihn nach einer Kreativpause wieder zur Musik zurückbrachte. – Übrigens:

„Waldgeist, das sind 2 1/2 Träumer und eine Gitarre aus Hamburg.“

Micha von Waldgeist

© Foto: Sharleena Pielke

10 + 1 Fragen an Micha von Waldgeist

1.) Seit wann machst du Musik?

Micha: „Ich habe in der 2ten Klasse angefangen Geige zu spielen, hab das aber nach der 6ten Klasse auch wieder aufgegeben. Mit 14 habe ich dann angefangen Bass zu spielen, und dann kamen die anderen Musikinstrumente (Gitarre, Ukulele, Singen, Schlagzeug, Klavier) so peu à peu dazu.“

2.) Womit fängst du beim Songwriting an?

Micha: „Ich bekomme von Benno, unserem Texter, einen fertigen Text, setze mich hin, schreibe ein paar Akkorde drüber und sing dazu. Manchmal habe ich auch fertige Harmoniestrukturen, oder unser Gitarrist hat ein fertiges Instrumental, worüber ich dann singe.“

3.) Wie ist dein erstes bzw. letztes Album entstanden?

Micha: „Das haben wir im Studio aufgenommen. Die Lieder standen alle vorher schon, wir hatten sie auch live mehrmals gespielt, und haben uns dann ab Sommer letzten Jahres angefangen, an Wochenenden im Studio zu treffen, um diese dann in 9 Aufnahmeterminen zu recorden.“

4.) Mit welchen Programmen arbeitest du & womit nimmst du auf?

Micha: „Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine unser Tonmann hat Logic benutzt.“

5.) Was tust du, um Leute auf deine Werke aufmerksam zu machen?

Micha: „Wir spielen halt Konzerte, ich teile unsere Musik gerne und oft bei Facebook. Und privat gehe ich meinen Freunden, aber auch irgendwelchen Menschen, die ich unterwegs mal treffe, gerne damit auf den Sack. Meistens also Mundpropaganda.“

6.) Um welche Aufgaben kümmerst du dich noch selber und was übernehmen deine Kollegen oder ggf. professionelle Partner?

Micha: „Im Normalfall hat Benno den Überblick darüber, was anliegt, und dann verteilen wir die Aufgaben untereinander. Um den ganzen Streamingkram, wie Spotify und so, kümmert sich unser Label.“

7.) Dein bisher schönstes Musiker-Erlebnis oder dein größter Erfolg:

Micha: „Das ist ziemlich schwer zu sagen. Zum einen waren mit die schönsten Momente, die ich als Musiker hatte, das Lala-Festival und das Umsonst und Draussen Heimfeld letztes Jahr, weil beide Auftritte unglaublich gut angenommen wurden und die Stimmung mich einfach hart geflasht hat.

Zum Andern ist es das Erlebnis, was mich dazu gebracht hat, wieder Musik zu machen: Ich hatte ungefähr anderthalb Jahre lang ab und an nur für mich Musik gemacht, und saß auf einer Hausparty in einem Raum, wo gejammt wurde. Irgendwann hat es mich halt auch gepackt, und ich hab mich ans Klavier gesetzt, und ca eine halbe Stunde vor mich her gespielt und gesungen. Als ich irgendwann aufgehört hatte, und mich umdrehte, war der Raum voll mit Menschen, die mir einfach zugehört hatten, die ziemlich begeistert waren von dem, was ich da vor mich hin gedudelt hatte. Das war so der Moment, wo ich dachte, dass es zum einen nicht nur Spaß macht, mit Menschen Musik zu machen, sondern auch für Menschen Musik zu machen.“

8.) In wie vielen Bands / Musikprojekten hast du bisher mitgewirkt?

Micha: „Mehr als ich Unterhosen hab, auf jeden Fall. Ne Spaß beiseite, ich komm so auf sieben.“

9.) Hast du eine musikalische Ausbildung genossen? Wenn ja, welche?

Micha: „Ich hatte mal ein halbes Jahr Bassunterricht, wo man mir auch Grundlagen der Harmonielehre beigebracht hat. Und ich war in der Oberstufe im Musikleistungskurs. Sonst hab ich mir alles selber beigebracht oder beim Spielen mit Freunden abgeguckt.“


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10.) Welchen Tipp hast du für junge Musiker und Bands?

Micha: „Mach was Anständiges, ein Studium oder eine Ausbildung. Ne im Ernst, wenn du da Bock drauf hast, mach es. Das ist ein Riesenhaufen Arbeit, das kommt nicht von nem bisschen rumdaddeln und Füße hochlegen, darüber musst du dir bewusst sein. Und am Ende kannst du nur das erreichen, was du dir selber auch ernsthaft vorstellen kannst zu erreichen. Man kann es auch mit den Worten vom Digimon-Theme sagen: „Leb‘ deinen Traum, denn er wird wahr!“

Was wolltest du schon immer mal von anderen Musikern wissen?

Micha: „Kann man vollkommen selbstständig und selbstbestimmt von der Musik leben, ohne sich dafür selbst zu verkaufen? Wenn ja, wie?“

Vielen Dank für das Interview an Micha von Waldgeist. Infos, News, Musik und Termine findest du unter den folgenden Links.

Weblinks:
www.youtube.com/channel/UC2nL-Hym0MJgsske7o1MqxA/videos
soundcloud.com/waldgeisthh
www.waldgeist-kartell.de

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