Nachgefragt bei Pamela Hute

Sängerin & Songwriterin Pamela Hute war bis jetzt hauptsächlich in ihrer Heimat Frankreich unterwegs. Nachdem sie zwei Alben über ein Label veröffentlicht hat, geht sie mit ihrem neuen Album „Highline“ eigene Wege und zurück zu DIY. Dieses wurde im Februar veröffentlicht. Im Interview verrät sie, wie sie Musik kreiert, und nennt auch ein paar spannende Höhepunkte aus ihrer Musikkarriere. Worum sie sich als Musikerin selbst kümmert und welchen Part Profis übernehmen beantwortet sie außerdem. In ihrem Projekt geht es um:

„Indie rock from Paris.“

Nachgefragt bei Pamela Hute

© Foto: Laura Gwenaëlle Berson

10 + 1 Fragen an Pamela Hute

1.) Seit wann machst Du Musik?

Pamela Hute: „Ich habe erst wirklich angefangen mit 12 zu spielen, und schrieb meine ersten Songs, während ich Gitarrenunterricht nahm. Dann hatte ich meine erste Band am College. Allerdings ist das Projekt, wie es jetzt ist, ernsthaft erst im Jahr 2004 zustande gekommen.“

2.) Womit fängst Du beim Songwriting an?

Pamela Hute: „Ich improvisiere in der Regel mit Gitarren & Vocals und schreibe über Stunden und Stunden. Dann fange ich an zu schneiden und füge Elemente ein, die ich mag und versuche, ein Lied aufzubauen. Manchmal fängt es mit einem Beat an, aber nicht oft. Es dreht sich wirklich meist um die Vocals und die Melodien, bis ich ein komplettes Lied aufbaue.“

3.) Wie ist Dein erstes bzw. letztes Album entstanden?

Pamela Hute: „Es ist schwer zu sagen. Ich habe das Projekt im Jahr 2004 gestartet, zwei EPs veröffentlicht und dann das 1. Album im Jahr 2008 aufgenommen. Ich nahm mir Zeit, tourte, veränderte das Line-Up, und irgendwann fühlte ich, dass ich die Songs hatte, um eine vollständige Platte zu machen.“

4.) Mit welchen Programmen arbeitest Du & womit nimmst Du auf?

Pamela Hute: „Ich benutze Protools als Basis-Multitrack-Recorder. Das ist sehr praktisch für die Bearbeitung, denn es ist schnell, um Parts zu bewegen und mit Veränderungen zu experimentieren. Ich benutze sehr wenige Plug-ins oder digitale Tools. Ich mag es, Instrumente durch Verstärker zu schicken, Mikrofone und alte Ausrüstungen zu benutzen, um zu sehen, was passiert, wenn ich die Knöpfe drehe. – Altmodisch.“

5.) Was tust Du, um Leute auf Deine Werke aufmerksam zu machen?

Pamela Hute: „Ich mache nichts Besonderes. Ich bin schon seit langer Zeit (10 Jahre) dabei und deshalb bin ich glücklich, Leute zu haben, die mir folgen und neue Leute zu finden, die mich von allein entdecken. Ich versuche die Beziehung zu ihnen zu pflegen und ihnen mein Leben als Künstlerin zu dokumentieren.“

6.) Um welche Aufgaben kümmerst Du Dich noch selber und was übernehmen Deine Kollegen oder ggf. professionelle Partner?

Pamela Hute: „Ich bin die Songwriterin und Sängerin, außerdem spiele ich auch Gitarre in der Band. Ich mache die meisten Dinge selbst, ja … soziale Netzwerke, Newsletter, und ich habe mein eigenes Plattenlabel gegründet. Aber fürs Booking und Presse, arbeite ich mit Profis. In Deutschland zum Beispiel habe ich jemanden, der mir ein bisschen mit allem hilft.“

7.) Dein bisher schönstes Musiker-Erlebnis oder Dein größter Erfolg:

Pamela Hute: „Ich spielte auf ein paar wirklich tollen Bühnen, wie z. B. das Olympia in Paris, oder ein Festival namens „Les Musik’elles“ in der Nähe von Paris. Das waren tolle Shows und Erlebnisse.“

8.) In wie vielen Bands / Musikprojekten hast Du bisher mitgewirkt?

Pamela Hute: „Bis jetzt war ich immer nur in meinen eigenen Bands aktiv. Jedoch helfe ich gerne anderen Bands oder Künstlern mit meiner Erfahrung.“

9.) Hast Du eine musikalische Ausbildung genossen? Wenn ja, welche?

Pamela Hute: „Nein, niemals. Ich habe alleine gelernt. Ich habe ein paar Gitarrenstunden genommen, war aber nicht wirklich interessiert. Ich wollte Lieder schreiben, das war mein einziger Zweck. Ich glaube, ich bin mehr eine Songwriterin als eine Musikerin.“

10.) Welchen Tipp hast Du für junge Musiker und Bands?

Pamela Hute: „Ich glaube nicht, dass ich irgendwelche Tipps geben kann. Es ist ein langer Weg und jeder Mensch hat eine andere Art, mit Ereignissen und Möglichkeiten umzugehen. Die Musikwelt erfordert viel Geduld und Widmung. Aber es lohnt sich auf jeden Fall.“

Frage +1 Was wolltest Du schon immer mal von anderen Musikern wissen?

Pamela Hute: „Ich interessiere mich immer für den Weg anderer Künstler und wie eine Karriere aufgebaut wird. Ich lese viele Biografien und finde sie sehr inspirierend. Indem ich neugierig auf das Leben anderer Künstler bin, lerne ich auch selber viel.“

Vielen Dank für das Interview an Pamela Hute. Musik, News und Termine findet man unter folgenden Links.

Weblinks:

Digital: kuronekoMedia.lnk.to/Highline

Physical: shop.my-dear-recordings.com

Facebook: https://www.facebook.com/pamelahuteofficial

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.