Nachgefragt bei Reidar Jensen

Folk Rock Artist Reidar Jensen steht gemeinsam mit Gitarrist Markus Daubenspeck auf der Bühne und macht Musik mit skandinavischen Wurzeln, bereichert mit Elementen des amerikanischen Folk Rock. Im Interview erfahren wir mehr über seine Arbeit als Sänger, Songschreiber sowie Gitarrist und welche persönlichen Erfolge er bereits verzeichnen konnte. Seine Musik beschreibt er als:

„FINEST ACOUSTIC POETRY: persönliche Erfahrungen, die in stark lyrics-betonten Songs von meiner Stimme und zwei akustischen Gitarren getragen werden.“

Reidar Jensen

© Foto: Axel Engels

10 Fragen an Reidar Jensen

1.) Seit wann bist du musifiziert?

Reidar Jensen: „An der Wiege sang meine Mutter das norwegische Kinderlied „Den fyrste song“ für mich. Mit 8 Jahren fing ich als Sopran in einem Knabenchor an und mit 11 Jahren drückte mein Vater mir eine Gitarre in die Hand mit der Bemerkung: „Junge, es wird Zeit für Dich ein Instrument zu lernen.“ Als Seemann hatte er in Amerika Anfang der 60er Jahre die Country-Musik entdeckt, hatte LPs mitgebracht und wollte, dass ich die Musik lerne.“

2.) Womit fängst du beim Songwriting an?

Reidar Jensen: „Da ich mit meiner Musik Geschichten vertone, halte ich es wie meine großen Vorbilder Bob Dylan, Leonard Cohen, aber auch John Lennon: ich fange mit dem Text an. Die Songs wechseln zwischen Liebesliedern und thematischen Songs.“

3.) Wie ist dein erstes bzw. letztes Album entstanden?

Reidar Jensen: „Mein erstes Album war eine Wochenendarbeit in einem kleinen Studio. Mehr zum Spaß und die CD wurde an Freunde, Familie und Kollegen verschenkt. Aber es reichte, damit ein namhafter Produzent Interesse zeigte, „mehr“ daraus zu machen. Die 2 Alben, die folgten, halfen mir, die ersten Konzerte als Musiker im Nebenberuf zu bekommen und wir gewannen auch mehrfach Preise beim Deutschen Rock-und Pop Preis.

Allerdings war die Diskrepanz zwischen dem Studiosound und meiner Livedarbietung als Singer-Songwriter mit akustischer Gitarre zu groß. Zum Glück konnte ich Anfang 2017 eine Zusammenarbeit mit dem versierten und hoch-professionellen Gitarristen Markus Daubenspeck beginnen. Wir haben mein letztes Album „LIFE SONGS“ in einem kleinen Studio ohne Effekthascherei komplett akustisch aufgenommen und gemixt, wobei großer Wert auf einen unverfälschten Sound gelegt wurde. Für das Mastering war danach Christoph Hoppe-Thiele vom Bremer Klangquartier zuständig. Er hat das von mir gewollte Klangbild super hinbekommen; ganz im Stile der „American Recordings“-Reihe von Johnny Cash.“

4.) Mit welchen Programmen arbeitest du & womit nimmst du auf?

Reidar Jensen: „Ich nehme nur meine Songideen und „work in progress“ zu Hause auf einem ZOOM H2next Recorder auf. Im Studio verlasse ich mich auf den Produzenten und seine Programme.“

5.) Was tust du, um Leute auf deine Werke aufmerksam zu machen?

Reidar Jensen: „In meiner primären Zielgruppe im Veranstalterbereich – Kulturhäusern und -bühnen, wird wertgeschätzt, wenn man Bewerbungsmaterial „klassisch“ verschickt: Brief mit persönlicher Ansprache, hochwertigem Prospekt in einer ansprechenden Mappe mit CD. Daneben natürlich Homepage, Facebook, YouTube, regelmäßige Newsletter, aktive Pressearbeit und Zusammenarbeit mit meinem Label kosmopolit records.

Die beste Werbung ist natürlich ein gelungenes Konzert, vor allem, wenn die örtliche Presse anwesend ist und man anschließend einen positiven Konzertbericht bekommt und diesen dann auf der Homepage veröffentlicht. Eine gute Empfehlung hilft, wenn ich beim Booking mit potenziellen Veranstaltern rede, die uns noch nicht kennen und erst überzeugt werden müssen, es mit uns zu versuchen.“

6.) Um welche Aufgaben kümmerst du dich noch selber und was übernehmen deine Kollegen oder ggf. professionelle Partner?

Reidar Jensen: „Songwriting, Marketing und Booking mache ich selber. Für Werbematerialien habe ich eine professionelle Werbeagentur. Stücke arrangiere ich mit meinem Duopartner, der auch für Technik zuständig ist. Viel davon brauchen wir als Akustikduo Gott sein Dank nicht.“

7.) Dein bisher schönstes Musiker-Erlebnis oder dein größter Erfolg:

Reidar Jensen: „Die vielen Musikererlebnisse über viele Jahre lassen sich kaum in wenigen Zeilen beschreiben. Als Highlight in diesem Jahr gilt sicherlich die Auszeichnung mit 7 Awards von drei Songs meines neuen Albums beim UK Songwriting Contest: In den Kategorien „Acoustic & Folk“, „Country“ und „Lyrics Only“ bekam ich mehrfach die Bewertung „Höher empfohlener Beitrag“. Für den Song „What You Are“ gab es sogar die höchste Auszeichnung „Besondere Erwähnung“. Hier ist eine Live-Version zu hören:

Der Wettbewerb gilt seit 15 Jahren als einer der international renommiertesten und anspruchsvollsten weltweit für Songwriter. Und dann wurde ich soeben nominiert mit dem Album für das Finale beim Deutschen Rock- und Pop Preis in den Kategorien Singer- / Songwriter, Folk Rock und „bester englischer Text“.“

8.) In wie vielen Bands / Musikprojekten hast du bisher mitgewirkt:

Reidar Jensen: „Unzählige, von Schülerbands bis heute.“

9.) Hast du eine musikalische Ausbildung genossen? Wenn ja, welche?

Reidar Jensen: „Ich bin Autodidakt, plus Lehrgänge für Songwriting bei einem amerikanischen Music College.“

10.) Welchen Tipp hast du für junge Musiker und Bands:

Reidar Jensen: „Üben, spielen und nie den Spaß verlieren. Nicht frustriert sein, wenn sich der erhoffte Erfolg nicht einstellt, nicht abheben, wenn ein Anfangserfolg sich abzeichnet. Das Musikbusiness ist ein Haifischbecken.“

Vielen Dank für das Interview an Reidar Jensen. Weitere Infos, Termine, News und Songs sind unter folgenden Links zu finden.

Weblinks
www.reidarjensen.com
https://www.facebook.com/FolkRockArtist/
https://www.youtube.com/channel/UC6CKTN_iWaN3xhs7NpMiFgg

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