Nachgefragt bei Tray

Den Rapper und Produzenten Tray durfte ich bereits bei einer Zusammenarbeit kennenlernen. In seinem Tonstudio konnte ich mich von seinem genialen Sound überzeugen. Das Album kommt in diesem Sommer. Aber mich interessierte auch die Entstehung und seine musikalischen Anfänge, sodass man in diesem Interview mehr über den Musiker erfahren kann. Hip-Hop und Rap sind seine Passion. Doch was am Ende easy und lässig rüberkommt, verlangt im Vorfeld tatsächlich auch eine menge Aufwand und Zeit, sodass sich Arbeit und Freizeit kaum trennen lassen. Das lässt er sein Publikum jedoch nicht spüren, da heißt es für den Zuhörer eher:

„Kopf aus, Tray an.“

Tray

© Foto: Matthias Kretzschmer

10 + 1 Fragen an Tray

1.) Seit wann machst Du Musik?

Tray: „Meine ersten Anfänge machte ich in der Schulzeit ca. 2000 rum. Richtig ging es dann so 2005 los mit dem intensiven Musizieren.“

2.) Womit fängst Du beim Songwriting an?

Tray: „Das hängt immer von der Inspiration ab. Meistens reicht ein geiles Sample, um im Kopf schon einen ganzen Track oder Text fertig zu haben. Dann, während der Beatproduktion, entstehen im Kopf die Texte, die teilweise gleich beim Beatbauprozess recorded und eingebaut werden.“

3.) Wie ist Dein erstes bzw. letztes Album entstanden?

Tray: „Mein erstes „Album“ entstand zu Hause mit meinen Jungs in Eigenregie. Ich musste mir alles selbst beibringen, vom Recorden bis zum Mischen. Dementsprechend klangen auch die ersten Sachen. 🙂 Mein kommendes Album „Masterpeace“ (Release Juni 2017) entstand in den letzten 3 Jahren in Zusammenarbeit mit dem Label „EskalaMusic“. Mein Produktionslevel hat sich seit den Anfängen sehr gesteigert. Die Vorproduktion entstand zu Hause im eigenen Tonstudio. Für das Recording, den Mix und das Master arbeiteten wir im Leipziger Tonstudio „Midas“.“

4.) Mit welchen Programmen arbeitest Du & womit nimmst Du auf?

Tray: „Für die Musikproduktion nutze ich zum größten Teil Cubase. Für den Videoschnitt nutze ich Adobe Premiere Pro.“

5.) Was tust Du, um Leute auf Deine Werke aufmerksam zu machen?

Tray: „Für die Vermarktung meiner neuen Sachen nutze ich die sozialen Medien, wie Facebook, Instagram, YouTube etc. Da mein neues Album über das Label „EskalaMusic“ erscheint, habe ich das Glück, von deren jahrelangen Kontakten und Strukturen in der Musikindustrie zu profitieren. Mein Album wird in den Hip-Hop Medien gestreut und überall erhältlich sein, von Mediamarkt bis Spotify.“

6.) Um welche Aufgaben kümmerst Du Dich noch selber und was übernehmen Deine Kollegen oder ggf. professionelle Partner?

Tray: „Ich kümmere mich um die Produktion der Songs und schneide meine Videos zum größten Teil selbst. Texte schreibe ich alleine oder auch mal im Musikerkollektiv. Für Mix und Master hab ich meine Spezialisten. 🙂 Promotion, Marketing und Vertrieb übernimmt zum größten Teil das Label. Ich habe ein gutes Team um mich herum und wir werfen uns gegenseitig die Bälle zu, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“

7.) Dein bisher schönstes Musiker-Erlebnis oder Dein größter Erfolg:

Tray: „Mein schönstes Musik Erlebnis ist die Musik an sich. Ich freue mich immer wieder aufs Neue, wenn Musik aus meinen Gedanken zu einem fertigen Lied wächst. Ich habe schon viel erlebt, stand auf großen Bühnen und hab mit großartigen Menschen und Musikern zusammengearbeitet. Mein größter Erfolg ist, dass ich von meiner Musik bzw. meinem kreativen Schaffen schon teilweise leben kann. Es klingt wie eine Floskel, aber ich jage nicht dem Geld hinterher, sonder lebe meine Passion aus. Das ist meine Definition von Erfolg!“

8.) In wie vielen Bands / Musikprojekten hast Du bisher mitgewirkt?

Tray: „Da gab es Unzählige. Angefangen von meinen ersten Crews „HSR und VHS“. Dann gab es später das CrewLabel „Soundgladiators“ und ein Kollabo-Projekt namens „Doppel T“, das sich aus den Rappern „Tray und Twist“ zusammenschloss. Ich hatte auch einen etwas längeren Partyelectro Ausflug mit einem verrückten deutschen Exil Spanier. 🙂 Was wohl meine skurrilste Musikerzeit war. – Aber sehr lustig und erfolgreich! Mein aktuelles Zuhause ist wie schon erwähnt „EskalaMusik“.“

9.) Hast Du eine musikalische Ausbildung genossen? Wenn ja, welche?

Tray: „Eine musikalische Ausbildung in Form eines Studiums oder dergleichen hatte ich nicht. Meine Fähigkeiten als Musiker sind Autodidakt und berufen sich auf über 10 Jahre Erfahrung. Ich lerne aber nie aus und jeden Tag entdecke ich etwas Neues.“ 🙂

10.) Welchen Tipp hast Du für junge Musiker und Bands?

Tray: „Mein Tipp an junge Musiker ist: Machen! Macht so viel Musik, wie ihr könnt, aber veröffentlicht nicht alles. Lasst euch Zeit, besser zu werden und zieht einfach euer Ding durch! Macht das, was euch Spaß macht und sich für euch gut anfühlt. Jagt keinen Trends hinterher. Lasst euch inspirieren, aber nicht zu sehr beeinflussen, sodass ihr euch verbiegen müsst. Wenn ihr authentisch bleibt, etwas Talent mitbringt und, ganz wichtig, Spaß dabei habt, dann werdet ihr tolle Musik machen und damit Anklang finden!“

Frage +1 Was wolltest Du schon immer mal von anderen Musikern wissen?

Tray: „Was sind die Vor- und Nachteile, wenn man Musik macht? Im Beruf, in der Freizeit und in der Liebe. – Bei mir verschmelzen immer mehr Beruf und Freizeit zu einer Sache. Nachteil ist, dass ich immer weniger Zeit habe für Sachen, die mal nix mit Musik oder dergleichen zutun haben. Naja und in der Liebe verhält sich das teilweise ähnlich mit dem Zeitmanagement.“ 🙂

Vielen Dank für das Interview an Tray. Wer sein Album nicht verpassen will und sich auch so schon mal einen Eindruck machen möchte, findet weitere Infos unter den folgenden Links.

Weblinks:

www.facebook.com/traycorder

www.instagram.com/traycorder

http://eskalamusic.de/

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