Neue Musik fertig, was nun? – 8 Möglichkeiten

Hast du als Künstler auch manchmal das Gefühl, dass du deine ganze Energie bereits für das Erschaffen neuer Musik oder für den Start deines Projekts verpulvert hast? Da hast du richtig geilen Kram gemacht und der ist jetzt fertig – und du bist einfach nur platt?! Dir ist völlig „egal“, was jetzt damit wird. Am Liebsten würdest du es einfach raushauen und gut. Doch was passiert, wenn man sein kostbares Gut einfach rausschleudert und es sich selbst überlässt? – Oft nicht viel! Gute Musik verbreitet sich leider trotzdem nicht einfach von allein. Tolle Projekte werden leider trotz guter Songs nicht einfach entdeckt und groß aufgeblasen. Was ich als Künstler tun kann, damit meine neue Musik von der Welt entdeckt wird, das versuche ich in folgenden Zeilen herauszufinden.

Neue Musik fertig, was nun - 8 Möglichkeiten

1. ) Labels kontaktieren

Wenn man noch kein Label hat, könnte man mit der neuen Musik verschiedene Labels kontaktieren und bemustern. Vielleicht ist ein Label interessiert an einer Zusammenarbeit und möchte dich zukünftig unterstützen. Was das für ein Label ist, das ist dir überlassen. Vielleicht ist ein kleines Indielabel für dich besser geeignet, als ein Majorlabel oder vielleicht willst du ja selbst ein Label gründen. Oder du bleibst bei deiner „Selbstvermarktungsschiene“ und besorgst dir über diverse Dienste einen Labelcode für deine CD, wenn du den brauchst.

Lese-Tipp: „Braucht man einen Label Code?“

2.) Verlag suchen für neue Verwertungsmöglichkeiten

Wenn du selbst keine Energie aufbringen kannst und dir Kontakte an allen Ecken fehlen, dann könntest du deine Musik auch bei einem Verlag unterbringen, der die notwendigen Kontakte bereithält, um deine Musik weiter zu verwerten. Beispielsweise könnte man ja deine neue Musik, wenn sie denn geeignet dafür ist, auch in Spielfilmen oder Werbespots etc. unterbringen. Du würdest dann bei Ausstrahlung über die GEMA Tantiemen erhalten (sofern du Mitglied bist). Es gab ja auch schon Songs, die dadurch auch richtig beliebt wurden.

Lese-Tipp: „Warum brauche ich einen Musikverlag?“

3.) Radiobemusterung

Fast alle Musiker träumen davon, mal im Radio gespielt zu werden. Halte nach Sendungen im Radio Ausschau, die unentdeckte Künstler vorstellen und die zu deiner Musik passen. In die Rotation „normaler“ Radiosender zu kommen, ist wohl ein Traum und wahrscheinlich sowieso nur mit den richtigen Partnern möglich. Aber es zu versuchen, schadet nicht. Vielleicht lässt sich ja jemand von deiner Musik überzeugen und bringt dich dort unter. Aber auch Webradiosender und kleinere lokale Radiosender kann man mit Musik versorgen und sie so verbreiten.

4.) Weitläufige Promotion durch Agenturen

Es gibt, für Leute mit dem nötigen Kleingeld, auch die Möglichkeit, Agenturen zu beauftragen eine weitläufige Bemusterung und Promotion zu starten. Diese kann dann die Bemusterung von diversen Radiosendern / Fernsehsendern und Labels beinhalten. Der Vorteil dieser Agenturen ist zum einen, dass sie dir eine ganze Menge Arbeit abnehmen, aber auch die entsprechenden Adressen haben, an die sie deine Musik schicken können. Allerdings bezahlt man nicht nach Erfolg, sondern pauschal. Wenn also trotzdem niemand deine Musik in Radio und Fernsehen senden will, dann ist das einfach dein Risiko.

5.) Touren

So machen es die „großen“ Künstler und so können es auch die „Kleinen“ machen. Sobald eine CD veröffentlicht wurde, geht es auf Tour. Entweder du besorgst dir selber deine Auftritte und veranstaltest eigene Konzerte und kümmerst dich um alles selbst. Oder du suchst dir eine Bookingagentur oder ein Management dafür. Jedoch sollte man sich als unbekannter Künstler nicht zu viel Hoffnung machen, dass eine etablierte Bookingagentur an einer Zusammenarbeit interessiert ist. Wenn du selber schon genug Termine generieren konntest und man sieht, dass da „Potenzial“ ist, dann stehen die Chancen deutlich besser. Aber auch hier: es kommt auf den Versuch an.

6.) Onlinepromo durch regelmäßige Videos

Im neuen Musikzeitalter gibt es außerdem die Möglichkeit, neben den altbekannten Promomaßnahmen, regelmäßig durch eigene Videos auf sich aufmerksam zu machen und so seine neue Musik zu verbreiten. Dabei stehen, mit ein wenig Eigeninitiative, etliche Varianten zur Verfügung: Neben offiziellen Musikvideos und Unpluggedversionen deiner Songs, kannst du über Tutorials, Vlogs etc. Interesse an dir und deiner Musik erzeugen. Auch durch Live-Videos beispielsweise auf diversen Social-Media Plattformen lassen sich digitale Konzerte spielen, direkt aus deinem Wohnzimmer. Du kannst damit quasi unbegrenzt viele Menschen teilnehmen lassen. Das ist doch Wahnsinn!

7.) Musik durch Contests jagen

Eine tolle Auszeichnung macht sich natürlich ebenso gut in der eigenen Biografie. Also warum nicht mal abchecken, wie der neue Song im Wettbewerb abschneidet. Im besten Fall kann man einen tollen Preis gewinnen, Interesse für das eigene Projekt erzeugen oder auch eine professionelle Songproduktion gewinnen. Bei manchen Wettbewerben muss man zwar eine Teilnahmegebühr zahlen, doch wenn damit die richtigen Leute auf dich aufmerksam werden, warum nicht. Allenfalls hat man am Ende ein Ergebnis und kann besser einschätzen, wie gut die eigene Musik tatsächlich ist. (Auch wenn der Geschmack der Jury da oft ebenfalls mit entscheidet.) Eine gute Platzierung ist in jedem Fall auch eine prima Anerkennung.

8.) Durch Aktionen Pressecontent erzeugen

Aufmerksamkeit kann man auch durch Pressearbeit erzeugen. Das machen sich ja auch Prominente zu Nutzen. Neuigkeiten, wie die Veröffentlichung eines Albums oder einer ungewöhnlichen Aktion, kann man via Pressemitteilung versenden. Sowohl an Tageszeitungen und Musikblogs, als auch an regionale Radio- oder Fernsehsender. Allerdings sollte man lieber vorher kurz nachfragen, ob Interesse an ausführlichen Infos besteht, bevor man etwas zusendet. Denn Spam mag niemand und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ungefragte Pressemitteilungen von unbekannten Künstlern, zu denen man selbst keinen Bezug hat, echt nervig sein können. Ich finde Mails in meinem Postfach mit der Anrede „Liebe Medienpartner…“ selbst total unpersönlich und oberflächlich.

Fazit:

Heb dir etwas Energie auf, um etwas aus deiner tollen Musik zu machen. Bring sie raus in die Welt und lass sie nicht ungehört verklingen. (Ich muss mich da auch regelmäßig dran erinnern.) Hast du Unterstützung von Freunden, fällt das leichter. Hast du etwas Budget, dann überlege gut, wie du es einsetzen kannst, um deine Musik klug zu verbreiten. Und wenn du dich auf die Suche nach Partnern, wie Labels, Verlage, Agenturen und „Medienpartnern“ machst, dann denk daran, deine Ansprechpartner ausfindig zu machen und auch persönlich zu kontaktieren. Massenmails landen gern im Papierkorb. Wär schade, wenn sich niemand angesprochen fühlt. Das waren meine Ideen, wie man die neue Musik, die bereits da ist, sinnvoll „verwerten“ kann und so die Verkaufszahlen positiv beeinflussen könnte. Fällt dir auch noch etwas ein? Oder hast du andere Meinungen oder Erfahrungen in einem Bereich gesammelt? Dann schreib einen Kommentar und lass es mich wissen. Ich freue mich, dass du auf musifiziert.de vorbeigeschaut hast. Bis bald.

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