Strategien für Musiker auf Instagram – Teil 1

Auf der Social Media-Plattform Instagram kann ja scheinbar jeder eine riesige Followerschaft aufbauen. Auch wenn man kein Musiker, Unternehmer oder Prominenter ist. Aber wie macht man das? Das habe ich mich auch gefragt und einige Strategien aufgespürt. Wie schon im letzten Beitrag zu Instagram erwähnt, ist alles mehr oder weniger zeitintensiv. Es muss also niemanden wundern, wenn man auch sehr intensiv am Smartphone klebt. Wenn du dich schon etwas auf Instagram orientiert hast und nun mehr Follower haben möchtest, dann lies weiter. Ich habe einige Strategien mal rausgesucht. Schauen wir, was man machen kann und worauf man achten sollte.

Strategien für Musiker auf Instagram – Teil 1

# Hab mehr Abonnenten, als Abonnements und Beiträge!

Der erste Hinweis ist für diejenigen, bei denen es professionell aussehen muss. Auf Außenstehende, besonders Kooperationspartner, macht es immer einen besseren Eindruck, wenn auf dem Profil des Musikers die Anzahl der Abonnenten höher ist, als die Zahl der Abonnements. Wenn man also zum Beispiel 2000 Leuten selber folgt, aber man „nur“ 800 eigene Abonnenten hat, dann ist das keine gute „Bilanz“. Selbstverständlich lassen sich Follower aufbauen, indem man selber genug Leuten folgt, da einige zurückfolgen – aber das Verhältnis sollte stimmen. Denn zumindest die Marketingexperten werden darauf achten, bevor sie dir eine Zusammenarbeit anbieten. Das Gleiche gilt für die Anzahl der geposteten Bilder/Videos. Hat man mehr Bilder als Abonnenten auf seinem Profil, dann spricht das entweder für schlechte Qualität, zu niedrige Reichweite oder Spamalarm.

# Werbeanzeigen und Unternehmensprofil

Um sich von den privaten Profilen weiter abzusetzen, kann man sein privates Musikerprofil auch als Businessprofil umstellen. Dadurch kann man zum Beispiel Statistiken abrufen oder weitere Kontaktmöglichkeiten hinterlegen. Viele Firmen schalten auch Werbeanzeigen auf Instagram, um mit Beiträgen auf ihre Dienstleistung oder ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Es gibt auch Künstler, die so auf ihre neue Single oder das neue Musikvideo aufmerksam machen. Dabei wird über die Werbeanzeige eine zusätzliche Reichweite erworben. Der Nutzer sieht diesen Beitrag dann als „gesponsert“. Ob das was bringt, kommt immer auf den Versuch an und lässt sich pauschal ebenso wenig sagen, wie man das bei den Werbeanzeigen auf Facebook oder anderen Marketingaktionen vorhersagen kann. Das sollte vorab gut durchdacht sein.

# Mach mit bei Contests auf Instagram

Es gibt auf Instagram Contests, bei denen man mitmachen kann. Dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Beispielsweise muss ein bestimmter Hashtag verwendet werden oder man muss der jeweiligen Seite folgen. Je nachdem, was sich der Contest-Veranstalter überlegt hat. Manche Contests sind einmalig, andere wiederholen sich und finden regelmäßig statt. Und bei einigen kann man dann sogar etwas gewinnen. Musikfachhändler machen zum Beispiel manchmal Contests oder Gewinnspiele. Teilnehmer müssen dann bspw. einen bestimmten Hashtag in ihrem geposteten Beitrag angeben, um teilzunehmen. Somit werden z.T. auch andere Teilnehmer auf dich aufmerksam.

# Features auf Instagram: lass dich featuren

Man kann auf Instagram auch Feature-Seiten finden. Beispielsweise werden dort Bilder von verschiedenen Tonstudios, Homestudios oder Musikvideos reposted. Das sind richtige Sammlungen. Derjenige, der das Bild oder Video ursprünglich erstellt und hochgeladen hat, hat auf sich aufmerksam gemacht, indem er zum Beispiel diese Seite verlinkt hat (mit @ oder über einen Hashtag). Oder er/sie hat eine direkte Nachricht an diese Seite gesendet, um gefeatured zu werden. Die Bedingungen legt natürlich jede Seite selber fest. Da sollte man vorab einfach schauen, wo man thematisch reinpasst und sich die Infos suchen, wie man selber dort vorgestellt werden kann. Es gibt massig solcher Seiten. Hier nur einige Beispiele: @talentedmusicians @gameofsongs @chorus @AmazingMusicians @WeCreateMusic

Übrigens ist @musifiziert auch auf Instagram zu finden und featured dort alle Musiker, die beim Interview teilgenommen haben. Das bedeutet, dass ich auf das Interview mit diesen Musikkollegen hinweise und sie in dem Beitrag auf Instagram verlinke. (Falls sie ein Profil haben und mir das bekannt ist.)

# Folge deiner Zielgruppe

Wer könnte Interesse an deiner Musik haben? Sind diese Personen vielleicht auch Fans von einem anderen Künstler? Welche Künstler machen ähnliche Musik oder sind dir optisch ähnlich? Sind potenzielle Fans eher deutschsprachige oder internationale Nutzer? Jung oder alt, männlich oder weiblich? Möglicherweise sind die Fans der anderen Künstler auch an dir interessiert, wenn sie von dir erfahren. Überlege dir, wo du diese etwaigen Fans finden könntest. Wenn du also eine Rockröhre bist und englische Songs singst, dann findest du beispielsweise vielleicht bei der Band Aerosmith Personen, die deine Musik gut finden könnten. Such dort nach Leuten, denen du folgen willst. Und vielleicht stehen sie auch auf das, was du machst und folgen dir zurück. Wenn du den Leuten nicht gleich folgen willst, hinterlass doch ein paar Likes und mach so auf dich aufmerksam. Vielleicht sind sie neugierig und schauen mal, wer du überhaupt bist.

# Sei aktiv auf Kanälen, die dir ähnlich sind

Ebenso kannst du ja auch direkt der Band Aerosmith (Beispiel) oder natürlich auch anderen Bands, Musikern und Künstlern folgen, die dir ähnlich sind, und die schon eine riesige Gefolgschaft auf Instagram besitzen. Es gibt nämlich auch viele Personen, die wie im letzten Tipp vorgehen und in der Abonnentenliste dieser Künstler nach interessanten Profilen suchen. Da du in der Liste der Follower dann in dem Moment ganz oben stehst, sieht man, dass du aktiv bist und die gleichen Interessen hast. Ein guter Grund also, um auch dir zu folgen. Auch das Kommentieren und Liken von Beiträgen der „großen“ Künstler ist eine gute Möglichkeit, um als aktiver Nutzer von anderen aktiven Nutzern identifiziert und entdeckt zu werden.

Jetzt versuchen wir das mal in die Praxis umzusetzen!

Das war der erste Teil, der Instagram-Strategien für Musiker. In der nächsten Woche habe ich ein paar weitere Möglichkeiten für dich. Bis dahin kannst du die genannten Stategien ja erst mal ausprobieren. Vielleicht kannst du damit schon eine Verbesserung feststellen. Ich denke, wenn man genug Zeit hat und sehr aktiv ist, dann kann man schon bald recht viele neue Abonnenten auf seinem Profil begrüßen. Ich werde das auch mal in Angriff nehmen und ausprobieren. Hast du schon Erfahrungen mit diesen Strategien gesammelt? Dann schreib gern mal in die Kommentare, wie gut es für dich funktioniert hat. Ich freu mich, dass du auf musifiziert.de vorbeigeschaut hast. Bis bald.

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