Nachgefragt bei Enrico Baltrock

Enrico Baltrock ist neben seinem Beruf als Polizist und seiner Rolle als Familienvater in seiner Freizeit ambitionierter Songschreiber, Sänger und Komponist aus Dessau. Musikalisch im Fokus stehen bei ihm Deutsch Pop & Rock, „Liedermaching“ und Kinderlieder. Nach einem Songwriting-Marathon stellt er nun sein erstes offizielles Album zusammen. Wie seine Songs produziert werden und was ihm dabei wichtig ist, verrät er im Interview. Seine Musik beschreibt er selbst als:

„Geschichten, die das Leben schreibt. Mal zum Lachen, mal zum Weinen.“

Enrico Baltrock

© Foto: Michael Stein

10 + 1 Fragen an Enrico Baltrock

1.) Seit wann machst du Musik?

Enrico Baltrock: „Wie wahrscheinlich fast jeder Musiker, habe ich im Kindesalter in einer Musikschule angefangen, die Grundkenntnisse der Musiktheorie zu erlernen und parallel dazu das Akkordeon zu spielen. Da mein Vater selbst Musik in einer Band gemacht hat, war es ihm wichtig, mich auch in diese Richtung zu lenken. Nach knapp 3 Jahren verlor ich dann aber leider das Interesse, und der Fokus meiner Freizeitgestaltung bezog sich dann nur noch auf den Sport. Dann später, als ich erwachsen wurde, bemerkte ich, dass mir irgendein ganz wichtiger Teil im Leben fehlte. Die Antwort auf diese Frage lag eigentlich so nah, dass ich sie übersehen habe. Vor 5 Jahren, im Alter von 30 Jahren, traf es mich dann wie ein Blitz…“na klar, es ist die Musik!“. Und alle Puzzleteile, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zusammenpassten, ergaben plötzlich ein Bild.“

2.) Womit fängst du beim Songwriting an?

Enrico Baltrock: „Das ist ganz unterschiedlich. Es kommt zum Beispiel ganz selten vor, dass ich beginne zu schreiben und ich das Thema, das der Song erhalten soll, schon im Kopf habe. Ich beginne mit den ersten beiden Zeilen und dann weiß ich, wo die Reise hingehen soll. Entweder flutscht es dann von ganz alleine oder der begonnene Text geht erst mal in die Warteschleife. Die Melodie passe ich dann mit der Gitarre an die Phrasierung und Grundstimmung, bzw. was will ich mit dem Song ausdrücken, entsprechend an.“

3.) Wie ist dein erstes bzw. letztes Album entstanden?

Enrico Baltrock: „Ein komplettes Album gibt es leider noch immer nicht. Es sind 2 Demo CDs entstanden, die ich dann zu meinen Konzerten unter die Leute gebracht habe. Großes Glück war für mich, dass Alexander Lysjakow, der unter anderem die Deutschrock Band „Frei.Wild“ produziert, auf mich aufmerksam geworden ist und ich meine Songs so, sehr professionell, produzieren lassen kann.

Jegliche Instrumente werden von großartigen Künstlern eingespielt und im Studio dann von Alex fertig gemischt. Auf diese Weise sind 8 Songs wirklich professionell produziert worden. Ich habe in den letzten 5 Jahren etwa 120 Songs geschrieben und will mir wirklich Zeit lassen, die richtigen Songs für das erste Album zusammenzustellen. Ich verspüre außerdem von keiner Seite Druck, dass es fertig werden muss. Da ich in meinem Hauptberuf als Bundespolizist zeitlich sehr gebunden bin und Familienvater von 3 Kindern bin, muss ich immer schauen, wie ich meine Prioritäten richtig verteile.“

4.) Mit welchen Programmen arbeitest du & womit nimmst du auf?

Enrico Baltrock: „Die Aufnahmen entstehen bei Soundart Recording im Studio von Alexander Lysjakow.“


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5.) Was tust du, um Leute auf deine Werke aufmerksam zu machen?

Enrico Baltrock: „Größte Plattformen, um auf sich aufmerksam zu machen, sind natürlich die vielschichtigen Internetplattformen wie Facebook, YouTube, Soundcloud. Bei der Veröffentlichung der beiden ersten Singles „Tanz mit mir“ und „Betrink dich an dem Leben“ stehe ich dann aber auch in Kontakt mit der Presse, die dann auch immer wieder gerne darüber berichtet. – Und natürlich über die eigenen Konzerte, die es gab und der damit verbundenen Mundpropaganda.“

6.) Um welche Aufgaben kümmerst du dich noch selber und was übernehmen deine Kollegen oder ggf. professionelle Partner?

Enrico Baltrock: „Es war für mich lange schwierig, meinen Hauptberuf und die Musik unter einen Hut zu bekommen. Deshalb habe ich den Bereich Marketing versucht, immer außen vorzulassen. Meine Hauptaufgabe war primär das Songwriting und die Konzerttermine abzustimmen. Für die CD-Gestaltung, Technik und Verkauf hatte ich das Glück, ganz liebe Freunde in meinem Umfeld zu wissen, die mich dabei unterstützt haben. Das erste professionelle Musikvideo ist durch Johannes Böhlig von „MadeCinema“ in Leipzig entstanden.“

7.) Dein bisher schönstes Musiker-Erlebnis oder dein größter Erfolg:

Enrico Baltrock: „Eine große Ehre für mich war es, als Vorband von Bell, Book & Candle gebucht zu werden, die vor einigen Jahren mit „Rescue me“ einen Nummer 1 Hit in den deutschen Charts platzieren konnten. Aber es sind vor allem immer wieder die Menschen, die auf mich zukommen und sagen, dass ihnen meine Musik oder bestimmte Songs wieder Kraft gegeben haben, um wieder aufzustehen. Gerade weil sie vielleicht das Gleiche erlebt haben, was ich in meinen Songs verarbeitet habe. Das macht mich glücklich!“

8.) In wie vielen Bands / Musikprojekten hast du bisher mitgewirkt?

Enrico Baltrock: „Die aktivste Zeit waren die 2 Jahre, als ich mit meiner Band „Enrico Baltrock & die Stereotypen“ unterwegs war. Ich konnte sehr viel Bühnenerfahrung sammeln und natürlich, wie eine Band überhaupt funktioniert. Es muss, genauso wie auch im Sport oder Beruf, vom Team her passen. Wir waren alle 3 keine Profis an unseren Instrumenten, aber wir hatten großen Spaß gemeinsam, weil wir auch privat sehr gut befreundet sind. Und das hat das Publikum an uns geschätzt. Die Ehrlichkeit und die Freude, mit der wir auf der Bühne standen. Da wird einem auch mal ein falscher Ton oder Akkord schnell verziehen. Denn Musik muss Spaß machen!“

9.) Hast du eine musikalische Ausbildung genossen? Wenn ja, welche?

Enrico Baltrock: „Bis auf die 3 Jahre in der Musikschule habe ich keinerlei musikalische Ausbildung genossen. Das Gitarrespielen habe ich mir selbst beigebracht und das Songschreiben steckte wie ein verborgener Schatz in mir drin – und zum Glück habe ich ihn dann vor 5 Jahren endlich ausgegraben. Seit einigen Monaten nehme ich außerdem auch Gesangsunterricht“

10.) Welchen Tipp hast du für junge Musiker und Bands?

Enrico Baltrock: „Sich immer selbst treu zu bleiben und in keine Ecke drängen zu lassen. Musik ist eine der schönsten Formen, seine Gefühle zu zeigen und deshalb sollte man die Musik, die man macht, auch selber lieben. Ob es dann 50 Mann sind, denen es gefällt oder 10.000, spielt keine Rolle. Es wirkt nur echt und authentisch, wenn man sich so gibt, wie man wirklich ist.“

Zusatzfrage: Was wolltest du schon immer mal von anderen Musikern wissen?

Enrico Baltrock: „Eine Zusatzfrage habe ich leider nicht. Aber abschließend vielleicht noch ein kleines Zitat, dass ich mal in einem Klassenzimmer gelesen habe: „Musik ist die einzige Sprache, die nicht übersetzt werden muss, weil sie jeder versteht und glücklich macht.“

Vielen Dank für das Interview an Enrico Baltrock. Weitere Infos, Musik und Videos findest du online unter folgenden Links.

Weblinks:

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=WnX3s9TWop8&list=UUyuOdDA2LzUNQHYnDNzukpQ

Facebook: https://de-de.facebook.com/Enrico-Baltrock-449286251928499/

Soundcloud: https://soundcloud.com/enrico-baltrock

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