Nachgefragt bei Maximilian Arlt

Maximilian Arlt, Sänger & Songschreiber der Alternative Rock Band “Reflecting Mind”, berichtet im Interview, wie ein Album unter Zeitdruck entstehen kann. Er selbst hat schon früh mit dem Musizieren angefangen und in diversen Projekten mitgewirkt. Durch Unterricht, aber auch autodidaktisch, lernte er verschiedene Instrumente zu spielen. Welche wichtigen Aufgaben er in seinem aktuellen Bandprojekt neben seiner Rolle als Sänger & Songschreiber außerdem übernimmt, beantwortet er in diesem Beitrag. Musikalisch geht es bei „Reflecting Mind” um:

„Weitreichende Texte, umhüllt von harten Riffs und melodischem Gesang.“

Maximilian Arlt

© Foto: Peter Keila

10 + 1 Fragen an Maximilian Arlt

1.) Seit wann bist du musifiziert?

Maximilian Arlt: “Es ist schwierig zu sagen, ab wann man „Musik-infiziert“ ist. Ich bin der Meinung, jeder hat Rhythmus und Musik im Blut. Die Frage ist, was jeder daraus macht. Für jeden bedeutet „Musik-infiziert“ etwas anderes. Ich habe schon in jungen Jahren angefangen Gitarre, Klavier und Saxophon zu spielen. Wenn ich mich richtig erinnere, war das schon mit 6 Jahren. Ich spielte anfangs nur für mich, was sich änderte, als ich anfing, Saxophon spielen zu lernen. Ich spielte mehrere Jahre im Orchester und absolvierte diverse Spielmannsabzeichen.“

2.) Womit fängst du beim Songwriting an?

Maximilian Arlt: “Entweder läuft das alles in einem Aufmarsch und ich schnappe bei einem unserer Gitarristen einen Melodie-Fetzen auf, woraus sich schlagartig eine Idee in meinem Kopf entwickelt, die ich dann versuche umzusetzen. Oder es läuft so ab, dass ich mir grundlegend ein Thema überlege, was in der Summe der anderen bereits bestehenden Songs für ein Album zusammenpasst. Während wir dann den neuen Melodien lauschen, entwickelt sich der Text dann meist von ganz alleine während einer Probe.“

3.) Wie ist dein erstes bzw. letztes Album entstanden?

Maximilian Arlt: “Unser letztes bzw. unser erstes Album entstand witzigerweise unter enormen Zeitdruck. Wir hatten uns spaßhalber für das „Glowing- Ember Festival“ beworben, um dort unseren Release unseres 1. Albums zu feiern. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir allerdings, dass wir dort eh nicht genommen werden würden, als noch völlig unbekannte Band. Fakt war jedoch, dass wir 6 Wochen vor dem Auftritt eine Mail bekamen, in der stand, dass wir dabei wären, um unser Debütalbum dort zum 1. Mal live zu performen. Nun hatten wir den Salat. Noch nicht einmal alle Songs waren fertig, die auf das Album sollten. So suchten wir uns ein Tonstudio, das flexibel genug war, mit uns das Ding durchzuziehen. Mit etwas Glück fanden wir letzten Endes auch eines (Record Mix Play). So ergab es sich, dass wir die 1. Songs vormittags aufnahmen und nachmittags die restlichen Songs fertig schrieben, um die Scheibe zu komplettieren.“

4.) Mit welchen Programmen arbeitest du & womit nimmst du auf?

Maximilian Arlt: “Wir arbeiten mit diversen Audio- und Videoprogrammen, da dem einen Cubase* und dem anderen Studio one besser liegt. Unser Album „RISE AND FALL“ wurde jedoch mit Reaper aufgenommen. Wichtig ist doch eigentlich nur, dass man sich mit seiner Software auskennt, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“

5.) Was tust du, um Leute auf deine Werke aufmerksam zu machen?

Maximilian Arlt: “Ich versuche immer wieder neue Menschen für unsere Band/Werke zu begeistern, in dem ich sehr präsent auf Instagram / Facebook bin. Wir starten immer wieder Aktionen, die die Leute animieren sollen, uns weiter zu empfehlen. Wir versuchen durch die sozialen Netzwerke unseren Bekanntheitsgrad stetig zu steigern.“

6.) Um welche Aufgaben kümmerst du dich noch selber und was übernehmen deine Kollegen oder ggf. professionelle Partner?

Maximilian Arlt: “Im Großen und Ganzen stehen wir als „Reflecting Mind“ für 100 % Selfmade. Doch bei einigen wenigen Dingen sind wir auf Hilfe nun einmal angewiesen um professionelle Ergebnisse abliefern zu können, so z. B. die Studioarbeit. Doch das ganze Marketing, unsere Onlineshops, die Gestaltung des Albumcovers, das Booking, die Videos etc. wird alles von mir gemacht, um einfach gewährleisten zu können, dass das Endergebnis auch wirklich so ist, wie wir es uns vorgestellt haben.“

7.) Dein bisher schönstes Musiker-Erlebnis oder dein größter Erfolg:

Maximilian Arlt: “Mein größter Erfolg ist es gewesen, innerhalb so kurzer Zeit, so weit zu kommen wie bisher!! Jeder aus der Band hatte schon seine vorherigen Bands, in denen sie tätig waren, doch was wir in einem Jahr hier auf die Beine gestellt haben, ist unbeschreiblich. Doch was gibt es Schöneres, als Musiker deren Musik gehört und mitgesungen wird. Ich denke, da muss man nicht mehr hinzufügen.“

8.) In wie vielen Bands / Musikprojekten hast du bisher mitgewirkt?

Maximilian Arlt: “In wie vielen Bands habe ich mitgewirkt? Diese Frage ist leicht zu beantworten: bevor ich zu „Reflecting Mind“ gestoßen bin, war ich 6 Jahre Frontmann in einer Coverband namens „Hard 2 Control“, die ihren Sitz bei Ansbach hatte. Davor spielte ich in den diversen Schülerbands der verschiedenen Schulen, auf denen ich war, dort gab ich auch Gitarrenunterricht. Nicht zu vergessen die vielen Auftritte mit dem Saxophon im Musikzug Dietenhofen.“

9.) Hast du eine musikalische Ausbildung genossen? Wenn ja, welche?

Maximilian Arlt: “Wie so vieles läuft es meist auf Selfmade hinaus, doch ich erinnere mich 4 Jahre Gitarrenunterricht gehabt zu haben, so wie 2 Jahre Klavier und 5 Jahre Saxophon-Unterricht. Doch alle weiteren Instrumente (Querflöte, Dudelsack etc.) brachte ich mir selbst bei!“

10.) Welchen Tipp hast du für junge Musiker und Bands?

Maximilian Arlt: “Es gibt 100 gute Tipps und Ratschläge, die man geben kann, doch was wirklich zählt, ist meiner Meinung nach, einen Weg zu finden, der für einen selber funktioniert. Kopieren kann jeder, doch man sollte versuchen, neue Wege zu gehen, und innovativ zu sein. Der wichtigste Ratschlag, der auch mir sehr geholfen hat, ist, nicht locker zu lassen. Es wird immer mal „Durststrecken“ geben oder „Misserfolge“, doch lasst euch davon nicht herunterziehen. Immer dann, wenn es bergab geht, kann es nur wieder besser werden. Bitte macht auch mal Fehler, denn nur dann lernt ihr auch daraus!“

Zusatzfrage: Was wolltest du schon immer mal von anderen Musikern wissen?

Maximilian Arlt: “Wie bekommt man Familie und musikalischen Erfolg unter einen Hut? – Diese Frage habe ich mir oft gestellt, da in der Vergangenheit auch einige Beziehungen stark darunter litten. Heute weiß ich, dass es eigentlich nur möglich ist, wenn man den richtigen Partner hat, der Verständnis dafür hat, dass es Momente gibt, in denen die Musik einfach Priorität hat. Auf der anderen Seite gibt es auch wieder Momente, in denen man ganz und gar für die Familie da ist. Das im Gleichgewicht zu halten, ist schier unmöglich, doch wie sagt man so schön: Der Wille zählt!“

Vielen Dank für das Interview an Maximilian Arlt. Weiteres zu ihm und seiner Band kannst du unter folgenden Links erfahren.

Weblinks:

www.Facebook.com/bandrelfectingmind

https://www.youtube.com/user/AntiGoAhead

https://www.instagram.com/reflecting__Mind/

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