Nachgefragt bei Martin von Widarsihtig

Martin ist neben seiner Rolle als Sänger und Songschreiber auch Drummer und Gitarrist. Für seine Band Widarsihtig schreibt er die Songs, singt diese und spielt dazu Mandoline und Cister. Auch wenn diese Instrumente erst mal ungewöhnlich klingen, in eine Schublade möchte sich diese Band nicht stecken lassen. Falls doch, hieße diese Schublade wohl „Punk-Folk mit Einflüssen aus Hip Hop, NDW und Mittelalter“. Martin hat für seine Band da eine viel bessere Beschreibung parat:

„Weltraum-Punks, die auf Dinosauriern reiten, machen Musik auf merkwürdigen Instrumenten, die für den Mainstream zu exotisch und für die eingesessene Folk-Szene zu rebellisch ist.“

widarsihtig Martin Greier

Foto: © Jo Hey

10 + 1 Fragen an Martin von Widarsihtig

1.) Seit wann machst Du Musik?

Martin: „Ich spiele seit 8 Jahren Gitarre und habe meinen ersten Song so vor 5 Jahren geschrieben, als ich mit einem Freund erstmals die Idee hatte, eine Band zu gründen. Allerdings habe ich auch schon vorher in diversen Chören an der Grundschule und am Gymnasium gesungen.“

2.) Womit fängst Du beim Songwriting an?

Martin: „Normalerweise schreibe ich immer zuerst einen Text und versuche dann, dazu passende Harmonien auf der Gitarre zu finden. Manchmal habe ich beim Textschreiben schon eine ungefähre Idee, in welche Richtung das musikalisch gehen soll (eher traurig, fröhlich, abgefahren, rockig…) oder kleine Melodieschnipsel. Wenn das Grundgerüst steht, also Text und passende Akkorde, setzen wir das als Band weiter um – also komponieren eine passende Melodie für Dudelsack oder Flöte, unser Haupt-Melodie-Instrument. Zum Schluss wird dann noch ein passender Rhythmus auf der Cajon erarbeitet.“

3.) Wie ist Dein erstes bzw. letztes Album entstanden?

Martin: „Wir haben bisher eine EP („Stampfpogo“), die wir vor knapp 2 Jahre im Fastlane-Studio in Dresden bei Rico Schwibs (Geiger bei „Letzte Instanz“) aufgenommen haben. Wir haben uns im Vorhinein für 5 Songs aus unserem Repertoire entschieden, die auf die EP rauf sollten und diese dann innerhalb von 3 Tagen bei ihm eingespielt. Nächstes Jahr soll dann irgendwann das erste richtige Album folgen, was wir auch wieder bei Rico aufnehmen wollen.“

4.) Mit welchen Programmen arbeitest Du & womit nimmst Du auf?

Martin: „Ich habe zugegebenermaßen wenig Ahnung von Technik und Aufnahme, dafür ist unser Cajon-Spieler Felix verantwortlich. Wenn ich mich jetzt aber nicht irre, haben wir u.a. schon Cubase* genutzt.“

5.) Was tust Du, um Leute auf Deine Werke aufmerksam zu machen?

Martin: „Das meiste läuft da bei uns echt über die Social-Media-Plattformen, also über Facebook und Instagram. Dafür bin ich auch verantwortlich und poste dort eben unsere Konzert-Termine oder Veranstaltungen, bei denen wir mitwirken. Manchmal natürlich auch, wenn mal über längere Zeit kein Gig ansteht, einfach witzige Bilder von uns. Ansonsten funktioniert natürlich auch Mundpropaganda, wir erzählen unseren Freunden immer schon Wochen im Voraus, wann unsere nächsten Auftritte stattfinden.“

6.) Um welche Aufgaben kümmerst Du Dich noch selber und was übernehmen Deine Kollegen oder ggf. professionelle Partner?

Martin: „Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll… also wie schon erwähnt, schreibe und arrangiere ich den Großteil unserer Songs und bin für die sozialen Medien verantwortlich. Um das Booking bzw. die Organisation von Auftritten kümmere ich mich auch größtenteils. Lediglich was Technik betrifft, halte ich mich raus, da habe ich keine Ahnung von.“ ;D

7.) Dein bisher schönstes Musiker-Erlebnis oder Dein größter Erfolg:

Martin: „Das schönste Erlebnis als Musiker war für mich, dass ich letztes Jahr gemeinsam mit dem Rapper „Alligatoah“ zwei Songs für die Straßenmusik-Variante seines Albums „Musik ist keine Lösung“ aufnehmen durfte. Ich höre seine Musik selbst schon lange und daher war es natürlich eine Riesen-Ehre für mich, dass ich diese Chance bekam.

Mit meiner Band war das bisher schönste Erlebnis glaube ich das Release-Konzert unserer EP „Stampfpogo“ diesen Sommer. Wir haben das im Gemeinschaftszimmer von einer befreundeten WG veranstaltet und die Bude war brechend voll, so dass die Leute teilweise draußen vor dem Fenster stehen und zuschauen mussten. Der magischste Moment da war für mich, als dann bei einem unserer neuen Songs, der bisher ganz gut ankam, alle im Refrain wie bekloppt den Text mitgegrölt haben. Da hatte ich totale Gänsehaut, weil ich mir so dachte: Mensch, das hier haben wir geschaffen und es gibt Leute, die das geil finden und die das berührt. Leider wurde das Konzert bzw. die Party dann kurz vor 12 von der Polizei aufgelöst, da sich Anwohner wegen der Lautstärke beschwert hatten 😀 Aber abgesehen davon war es ein unfassbar tolles Erlebnis.“

8.) In wie vielen Bands / Musikprojekten hast Du bisher mitgewirkt?

Martin: „Also abgesehen von irgendwelchen Abi-Bällen, wo man sich zeitweise für ein kleines Projekt zusammentut (habe ich bisher zwei Mal gemacht), hatte bzw. habe ich zwei Bands. Zum einen eben meine Hauptband „Widarsihtig“ und zum anderen spiele ich noch Mandoline und Cister im Band-Projekt von dem Liedermacher „Schraubenyeti“, wo wir seine Songs als Band umsetzen. Außerdem habe ich noch ein Solo-Projekt, wo ich als „Käptn Grundschule“ so Liedermacher-Zeug mache.“

9.) Hast Du eine musikalische Ausbildung genossen? Wenn ja, welche?

Martin: „Ich habe 7 Jahre Gitarrenunterricht genommen und mir auf der Grundlage autodidaktisch Mandoline und Cister beigebracht. Ich habe auch ein halbes Jahr Dudelsack-Unterricht genommen, den ich dann aber ebenfalls autodidaktisch weiterführen musste, da mein damaliger Lehrer weggezogen ist. Seit 1,5 Jahren nehme ich außerdem Gesangs- und Klavierunterricht im Rahmen meines Studiums (Grundschullehramt mit Musik im Nebenfach).“

10.) Welchen Tipp hast Du für junge Musiker und Bands?

Martin: „Macht die Musik, auf die ihr Lust habt und die euch Spaß macht, und lasst euch nicht vom Mainstream, den Medien oder irgendwem vorschreiben, was gerade „angesagt“ ist oder die meisten Leute begeistert!“

Frage +1 Was wolltest Du schon immer mal von anderen Musikern wissen?

Martin: „Wie kriegt man Groupies? Ganz im Ernst, ich spiele jetzt seit Jahren Live-Konzerte und das hat mir bisher in der Damenwelt irgendwie nicht wirklich was gebracht. Die ganzen Versprechungen von Sex, Drugs und Rock’n’Roll – war das alles gelogen?“

Vielen Dank für das Interview an Martin von der Band Widarsihtig. Ihr seid nun neugierig, wie die Jungs klingen? Dann schaut doch mal unter den folgenden Links nach.

Weblinks:
www.facebook.com/widarsihtig
www.youtube.com/widarsihtig
www.instagram.com/widarsihtig

One Response to “Nachgefragt bei Martin von Widarsihtig

  • Ich bin sehr stolz auf dich Martin.Lebe deinen Traum erfolgreich weiter.Deine O.M.G.

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