Nachgefragt bei Chris Weule

Chris Weule macht Musik. Für ihn ist es ein Mischmasch aus Pop, Folk und Soft Rock. Als Songwriter, Sänger, Gitarrist, Pianist und Produzent hat er den vollen Überblick über sein Projekt. Und alles, was sonst noch so an Instrumenten und Aufgaben ansteht, übernimmt er auch noch. Es gehört eben dazu. Dass es da Momente gab, wo er alles hinschmeißen wollte, davon berichtet er im Interview. Zum Glück war Aufgeben aber doch keine Option für ihn, und seine EP ist fertig geworden. Seine Musik identifiziert und beschreibt er als:

„Popmusik mit verschiedenen Einflüssen – inspiriert von wahren und nicht so wahren Erlebnissen.“

Chris Weule

© Foto: Sebastian Alexander Weule

10 + 1 Fragen an Chris Weule

1.) Seit wann machst du Musik?

Chris Weule: „Das kann man eigentlich schwer sagen. Dadurch, dass meine Mutter Musiklehrerin ist, hab ich schon als kleines Kind ein absolut cooles Instrument – Blockflöte – gelernt. Aber ziemlich schnell hatte ich dann doch etwas größere Ambitionen und habe mit afrikanischer Percussion und Klavier angefangen. Das muss so mit sieben oder acht gewesen sein, genau kann ich das aber nicht mehr sagen. Mit Songwriting habe ich allerdings erst gestartet, als ich später Gitarrenunterricht bekam.“

2.) Womit fängst du beim Songwriting an?

Chris Weule: „Meistens schwirrt mir irgendeine Melodie durch den Kopf, manchmal fällt mir dann schon ziemlich schnell eine Catch-Phrase oder Ähnliches ein. Sobald das passiert, summe ich meine Ideen in mein Handy ein und begleite mich dabei auch mal direkt grob auf der Gitarre. Ich habe also eine Sammlung an superpeinlichen Aufnahmen, die aber zum Glück niemand jemals hören muss. So kann ich mich aber Tage später immer noch daran erinnern, was ich vorher für eine Idee hatte. Normalerweise arbeite ich dann das Instrumental und die Gesangsmelodie aus und schreibe dann erst den Text fertig. Das genaue Arrangement mit allen Instrumenten denke ich mir später erst bei den richtigen Aufnahmen aus.“

3.) Wie ist dein erstes bzw. letztes Album entstanden?

Chris Weule: „Meine EP „Pasted“ habe ich alleine in meinem Homestudio aufgenommen und mich auch um Mixing und Mastering gekümmert. Lediglich bei den meisten Songtexten habe ich mit einem befreundeten Songwriter zusammengearbeitet. Zwei Songs der EP habe ich schon vor über einem Jahr geschrieben und seitdem auch schon grobe Demo-Aufnahmen davon gehabt. Das wirkliche Songwriting ging dann aber erst im Dezember 2017 richtig los, die Aufnahmen dann ab Januar 2018. Insgesamt war der Prozess ziemlich stressig, vor allem, als ich mich dazu entschied, noch kurzfristig einen komplett fertig aufgenommenen Song von der EP zu schmeißen und dafür spontan einen anderen aufzunehmen, nachdem die eigentlichen Sessions schon abgeschlossen waren. Zusammen mit dem ganzen Drumherum hat das dazu geführt, dass ich die EP sogar fast hingeschmissen hätte.“

4.) Mit welchen Programmen arbeitest du & womit nimmst du auf?

Chris Weule: „Zur Zeit arbeite ich hauptsächlich mit Cubase Pro 9* und nutze zusätzlich zu echten Instrumenten einige Sound Libraries, meistens von EastWest* und Best Service*, die ich dann größtenteils per MIDI-Keyboard einspiele.“

5.) Was tust du, um Leute auf deine Werke aufmerksam zu machen?

Chris Weule: „Eine eigene Website und Social-Media-Seiten sind natürlich wichtig und neben Konzerten erst mal das Einfachste, womit man Leute erreichen kann. Ich habe mich auch ein bisschen an Facebook- und Instagram Werbeanzeigen versucht, die Ergebnisse waren aber eher mäßig. Für meine EP habe ich unter anderem ein Release-Konzert veranstaltet und arbeite im Moment an Radio- und Presse-Bemusterungen, zusätzlich wird demnächst noch ein Musikvideo erscheinen.“

6.) Um welche Aufgaben kümmerst du dich noch selber und was übernehmen deine Kollegen oder ggf. professionelle Partner?

Chris Weule: „Das Meiste mache ich selber, für Promotion und Bemusterungen arbeite ich z.T. mit externen Dienstleistern. Fotos und das Musikvideo macht mein Bruder, der so was zum Glück beruflich macht, und drei von vier Songtexten meiner EP habe ich erstmalig mit einem Kollegen zusammen geschrieben.“

7.) Dein bisher schönstes Musiker-Erlebnis oder dein größter Erfolg:

Chris Weule: „Genial war es, im letzten Jahr mit meinem Song „Dreamcatcher“ für den Deutschen Rock & Pop Preis nominiert gewesen zu sein. Der Release meiner EP und das damit verbundene Konzert waren auch tolle Momente, auf die ich sehr stolz bin. Ansonsten ist das Schönste am Musikmachen, dass man bei Gigs so viele tolle Leute kennenlernt.“

8.) In wie vielen Bands / Musikprojekten hast du bisher mitgewirkt?

Chris Weule: „Puh, das ist echt schwer zu sagen. Wenn man Bandprojekte dazunimmt, die sich aufgelöst haben, bevor wir auch nur einen Gig gespielt haben, kommt da schon was zusammen, was auch mit ein Grund ist, warum ich letztendlich ein Soloprojekt gestartet habe. Vom Percussion-Ensemble über Hardrock und Metal Bands bis zu einer kurzen Zeit in einer professionellen Coverband war alles dabei.“

9.) Hast du eine musikalische Ausbildung genossen? Wenn ja, welche?

Chris Weule: „Ich habe mal angefangen, Musikwissenschaft zu studieren. Das war aber sehr trocken, weshalb ich das abgebrochen habe. Ansonsten hatte ich Unterricht in Gesang, Gitarre, Klavier und Percussion und habe mir u. a. Bass und Schlagzeug selbst beigebracht.“

10.) Welchen Tipp hast du für junge Musiker und Bands?

Chris Weule: „Lasst euch nicht runterziehen. Auch, wenn die Arbeit an einem Projekt oft anstrengend ist, ist es das Ergebnis wert. Und ein Tipp, den ich mal bekam: Hört viele verschiedene Musikgenres. Man kann wirklich tolle neue Sachen entdecken und die besten Stilmittel für die eigene Musik herauspicken.“

Zusatzfrage: Was wolltest du schon immer mal von anderen Musikern wissen?

Chris Weule: „Mich würde mal interessieren, ob andere bei größeren Projekten auch manchmal Momente haben, in denen sie alles nur noch hinschmeißen wollen und wie sie sich dann doch noch aufrappeln, das Projekt fertigzustellen.“

Vielen Dank für das Interview an Chris Weule. Infos, Musik und News bekommst du online auf den folgenden Seiten.

Weblinks:

https://chrisweule.com/

https://www.facebook.com/chrisweulemusic/

https://www.youtube.com/channel/UC9s-5kp5fBiRAT-ZnHNjkEw

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