Nachgefragt bei Steffen Witte

Steffen Witte ist der 2. Sänger und Gitarrist in der Band Me On Monday und übernimmt dort auch das Schreiben der meisten Songs. Die Band hat sich 2018 gegründet, veröffentlichte zuletzt im Sommer die Single „Living to get more“ mit Video und gewann unter anderem die VITA COLA Clubtour durch den Osten des Landes. Nun steht das nächste Highlight an: Die Band beteiligt sich mit einem Song an einem Tribute-Sampler für „Enema of The State“ von blink-182. Es bleibt also spannend für den Musiker aus Sachsen-Anhalt und seine Bandkollegen.

Me On Monday, das sind 5 Jungs, die keinen Bock auf „Pop Punk is dead“- Gelaber haben und die Mission verfolgen, wieder mehr Pop Punk auf die Bühnen Deutschlands zu bringen.“

© Foto: Max Cramer

10 Fragen an Steffen Witte

1.) Seit wann bist du musifiziert?

Steffen Witte: „Die neunte Klasse musste bei uns am Gymnasium immer das Schulfest organisieren. Dabei hatte auch schon öfter mal eine Band gespielt. Als es dann soweit war und ich in der neunten Klasse war, habe ich mit ein paar Freunden entschieden: Wir spielen da auch als Band. Also habe ich mir eine Gitarre plus Verstärker gekauft und angefangen, mir das Instrument selbst beizubringen. 3 Monate später hatten wir unseren ersten Auftritt. (lacht) Vorher hatte ich allerdings schon 5 Jahre Trompete gespielt und in der Grundschule zwei Jahre Klavierunterricht gehabt. Die musikalische Ader wurde mir also praktisch in die Wiege gelegt.“

2.) Womit fängst du beim Songwriting an?

Steffen Witte: „Da gibt es kein festgelegtes Schema, das ist abhängig von der Situation, in der mir eine Idee in den Sinn kommt. Wenn ich zuhause auf der Gitarre spiele und mir dabei etwas Sinnvolles einfällt, dann sind zuerst die Gitarrenmelodie oder die Akkorde da, und die Gesangsmelodie kommt dann später dazu. Aber auch im Alltag oder auf Reisen fallen mir oft Textpassagen oder Gesangsmelodien ein, z. B. beim Duschen, Rasenmähen, Schlafen, im Flugzeug, etc. Die muss ich dann schnell auf meinem Handy aufnehmen, damit ich sie nicht vergesse. Das ist schon manchmal lustig, wenn ich am Flughafen oder Bahnhof stehe und in mein Handy singe, während andere Menschen an mir vorbeigehen. (grinst) Manchmal wird aus diesen kleinen Aufnahmen relativ schnell ein ganzer Song, manchmal liegen sie auch Jahre rum, bis ich sie verwende, andere verwerfe ich später komplett.“

3.) Wie ist dein erstes bzw. letztes Album entstanden?

Steffen Witte: „Mein erstes Album habe ich bei mir im Proberaum mit meinem Schlagzeuger aufgenommen – ohne Metronom, mit grottenschlechter Technik und einem Mini-Klinkenkabel in einem Tower mit Windows XP. Es war nicht besonders gut, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Zwischen damals und den heutigen Aufnahmen liegen Welten in jeder Hinsicht. Die letzte Single haben wir teilweise im Studio und teilweise draußen bei Sonnenschein unterm Pavillon aufgenommen.“

4.) Mit welchen Programmen arbeitest du & womit nimmst du auf?

Steffen Witte: „Meine Recording-Software ist Ableton Live 10, mit Steven Slate Drum Plugin. Das Audio-Interface, welches ich nutze, ist das Focusrite Scarlett Solo und als Gesangsmikrofon verwende ich das Slate Digital ML1.“

5.) Was tust du, um Leute auf deine Werke aufmerksam zu machen?

Steffen Witte: „Ich selbst schicke eine fertige Demo für gewöhnlich kommentarlos an unseren Sänger Marius, meistens lustigerweise an einem Montag. 😀 Danach stellt er entweder den Song der Band vor oder ich poste es später in unsere WhatsApp-Gruppe. Dann zeigt jedes Bandmitglied den Song seinen persönlichen Vertrauenspersonen. Ist der Song gut, wird er im Proberaum geprobt, angepasst und einstudiert. Später wird er dann live gespielt und erst sehr viel später, nach der Aufnahme und evtl. einem Videodreh der öffentlichen Welt über die sozialen Medien präsentiert. Unsere Single „Living To Get More“, die am 12.08.2019 erschienen ist, habe ich z.B. im August 2018 (fertig) geschrieben und erst ein Jahr später, ging sie wirklich an die Öffentlichkeit.“

6.) Um welche Aufgaben kümmerst du dich noch selber und was übernehmen deine Kollegen oder ggf. professionelle Partner?

Steffen Witte: „Ich bin der Haupt-Songwriter der Band und übernehme dabei die Aufgaben vom Schreiben der Instrumentals und der Gesangsmelodie bis hin zum Aufnehmen der Demos. Die Demos nehme ich dabei komplett allein auf und stelle sie erst danach der Band vor. Danach arbeiten wir als Band mit unserem Freund und Produzenten Maximilan Rabe weiter an den Songs, mit dem wir dann später auch die echte Studioaufnahme machen. Daneben bin ich für die bandeigene Technik für die Live-Auftritte zuständig.“

7.) Dein bisher schönstes Musiker-Erlebnis oder dein größter Erfolg:

Steffen Witte: „Die aktuelle Single „Living To Get More“ ist wohl für mich persönlich das größte Erlebnis in meiner „Bandkarriere“. Es ist der erste Song von Me On Monday, bei dem ich mitgewirkt habe und der Videodreh war auch das größte Videoprojekt, das ich je mitgemacht und organisiert habe.“

8.) In wie vielen Bands / Musikprojekten hast du bisher mitgewirkt?

Steffen Witte: „Ich hatte zu Schulzeiten 3 Jahre eine Band, die wir nach der 12. Klasse aufgelöst haben. Danach habe ich 3 Jahre in einer Band in Berlin gespielt und seit 2018 bin ich bei Me On Monday.“

9.) Hast du eine musikalische Ausbildung genossen? Wenn ja, welche?

Steffen Witte: „Ich habe in der Grundschule 2 Jahre Klavier gelernt, anschließend 5 Jahre Trompete. Danach war mir das alles zu altmodisch, ich wollte lieber eine Band gründen und habe 2 Jahre E-Bass-Unterricht gehabt, das zweite Jahr allerdings nur, weil ich vergessen hatte mich abzumelden. (lacht) Seitdem habe ich mir alles selbst beigebracht und kann ganz passabel Gitarre, Bass und Gesang und zusätzlich noch ein bisschen Klavier und Schlagzeug.“

10.) Welchen Tipp hast du für junge Musiker und Bands?

Steffen Witte: „Wenn du allein bist: Such dir ein paar motivierte Mitmusiker, die deinen Musikgeschmack teilen. Spielt ein paar Coversongs von Bands, die ihr selbst cool findet. Wenn ihr dabei richtig Spaß habt und euch gut versteht, dann ist der erste Schritt getan. Wenn ihr (dann) mehrere seid: Jetzt muss einerseits jeder persönlich an sich und seinem Instrument arbeiten und andererseits müsst ihr als Band wachsen. Lernt mehr Songs, schreibt eigene Songs, nehmt euch auf, analysiert euch, verbessert euch, spielt ein paar Auftritte, zeigt euch als Band und eure Musik. Wenn ihr eine gute Idee habt: einfach machen. In jeder Hinsicht werdet ihr sehr viel lernen. Wenn ihr gut seid und Spaß bei der Sache habt, dann werden die Leute das merken und unterstützen. Ganz wichtig ist dabei: Je besser ihr euch persönlich miteinander versteht, desto besser werdet ihr auch Musik miteinander machen.“

Vielen Dank für das Interview an Steffen Witte. Mehr über ihn und seine Band Me On Monday gibt es unter folgenden Links zu entdecken.

Weblinks:

Facebook: https://fb.com/meonmondayofficial
Instagram: https://bit.ly/2Ka2atX
Spotify: https://spoti.fi/2YicHgR

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